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Über das Gebet des Herrn (De dominica oratione)

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Overview

„Lasst uns also beten, geliebteste Brüder, wie Gott, unser Meister, es gelehrt hat! Ein willkommenes und trautes Gebet ist es, wenn man zu Gott in seinen eigenen Worten flehen kann, wenn Christi Gebet zu seinen Ohren emporsteigt. Lasst den Vater seines Sohnes Worte wiedererkennen, wenn wir unser Gebet verrichten! Lasst ihn, der drinnen in unserer Brust wohnt, auch auf unseren Lippen wohnen, und da wir an ihm selbst bei dem Vater einen Fürsprecher haben für unsere Sünden, so wollen wir uns auch der Worte unseres Fürsprechers bedienen, wenn wir Sünder um Verzeihung für unsere Vergehen bitten! Denn da er sagt: ‚Was immer wir vom Vater erbitten werden in seinem Namen, das wird er uns geben‘, um wie viel wirksamer erreichen wir dann das, was wir in Christi Namen erbitten, wenn wir unsere Bitte in seinen eigenen Worten ihm vortragen?“ Dies ist eine Ausgabe der Bibliothek der Kirchenväter.

  • Title: Über das Gebet des Herrn (De dominica oratione)
  • Author: Cyprian von Karthago
  • Series: Bibliothek der Kirchenväter
  • Publishers: Faithlife, Logos Bibelsoftware
  • Print Publication Date: 1799
  • Logos Release Date: 2024
  • Pages: 24
  • Era: era:ante-nicene
  • Language: German
  • Resources: 1
  • Format: Digital › Logos Research Edition
  • Subjects: Bibel. Neues Testament. Evangelien. Johannesevangelium; Kirchenväter
  • Resource ID: LLS:BRDSGBTDDMNCRTN
  • Resource Type: text.monograph.ancient-manuscript.translation
  • Metadata Last Updated: 2024-10-25T15:13:39Z


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  1. Werner Braun

    Werner Braun

    8/20/2025

    Cyprians Auslegung des Vaterunsers ist ein beeindruckendes Zeitzeugnis der frühen Kirche. Das Büchlein bietet nicht nur eine tiefe Meditation über die einzelnen Bitten des Gebets, sondern verbindet diese immer wieder mit anderen biblischen Texten – einschließlich der Apokryphen. Besonders hilfreich fand ich, wie er die einzelnen Formulierungen praktisch auf das Leben der Gläubigen anwendet. Sehr stark ist der Hinweis auf den gemeinschaftlichen Charakter des Gebets. In einer Zeit, in der christliche Spiritualität oft stark individualistisch geprägt ist, wirkt Cyprians Betonung, dass wir gemeinsam „unseren Vater“ anrufen, äußerst herausfordernd und aktuell. Wenn er schreibt: „Öffentlich ist unser Gebet, und es gilt allen; und wenn wir beten, so beten wir nicht für einen einzigen, sondern für das ganze Volk, weil wir alle eins sind“, dann bekommt man einen Eindruck von der Weite des biblischen Denkens, die wir heute leicht verlieren. Gleichzeitig bleiben einige Aussagen kritisch zu hinterfragen. Wenn Cyprian etwa von einer „täglichen Heiligung“ spricht, durch die wir unsere Sünden wieder „reinwaschen“, klingt das schnell nach einer Werkgerechtigkeit. In Verbindung mit seinen Verweisen auf die Apokryphen wirkt es stellenweise so, als sei Vergebung durch menschliche Leistung möglich – etwas, das theologisch zumindest einseitig bleibt und aus heutiger Sicht problematisch erscheinen kann. Fazit: Wer einen Einblick in die frühe Kirchengeschichte und die theologische Tiefe Cyprians gewinnen möchte, wird hier reich beschenkt. Man sollte die Schrift aber zugleich kritisch lesen und im Licht der gesamten biblischen Botschaft reflektieren. Ein kleines, aber gehaltvolles Werk, das auch heute noch zum Nachdenken anregt.
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