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Herders theologischer Kommentar zum Alten Testament (HThKAT) (39 Bde.)

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Herders theologischer Kommentar zum Alten Testament ist wohl der definitive exegetische Standardkommentar zum Alten Testament der Gegenwart. Die Logos-Edition macht diese wertvolle Reihe nun erstmals in digitaler Form verfügbar.

Hinweis: Die enthaltenen Bände sind auch einzeln erhältlich.

Anders als die vorliegenden deutschsprachigen Kommentare legt HThKAT seinen Schwerpunkt nicht auf die historisch-kritische Analyse oder die Einzelsemantik, sondern auf die Herausarbeitung der Makrostrukturen des Endtextes und dessen theologische (und kanonische) Interpretation. So greift HthKAT zum einen jüdische Auslegungstradition auf, will aber zugleich der christlichen Praxis in Lehre und Verkündigung entsprechen, in der der kanonische Endtext (nicht seine Vorstufen) als Gotteswort gelesen wird. Auch dem theologisch bedeutsamen Überlieferungsprozess wird Rechnung getragen.

Das Kommentarwerk nimmt als hermeneutisch relevante Tatsachen ernst, dass das Alte Testament als Heilige Schrift Israels entstand und auch nach der Entstehung des Christentums die Heilige Schrift Israels blieb. Andererseits muss eine Auslegung im Horizont des Christentums herausarbeiten, dass und wie ein Text Teil des christlichen Bibelkanons ist und insofern in einer bestimmten Beziehung zum Neuen Testament steht. HThKAT will hier pointiert neue Wege beschreiten! Entsprechend seinem christlich-jüdischen Interesse sind an HThKAT jüdische, katholische und evangelische Autoren beteiligt.

Die Kommentare arbeiten mit dem hebräischen und griechischen (Ur-)Text. Hebräischen oder griechischen Wörtern sind im Kommentar jeweils die deutschen Bedeutungen beigegeben, sodass sie auch für Leserinnen und Leser verständlich sind, die diese Sprachen nicht oder nicht hinreichend kennen.

Die Logos-Edition von Herders theologischem Kommentar zum Alten Testament

Die Logos-Edition von Herders theologischem Kommentar zum Alten Testament macht diese Reihe erstmals digital verfügbar! Die hochwertig produzierten Bände sind direkt in den gewaltigen Funktionsumfang von Logos Bibelsoftware eingebunden. Wichtige Begriffe sind direkt mit Wörterbüchern und Nachschlagewerken sowie einer Vielzahl weiterer Ressourcen in Ihrer digitalen Bibliothek verknüpft. Mit umfassenden Suchoptionen finden Sie genau die Ergebnisse, die Sie suchen. Mobil-Apps und Online-Synchronisierung machen es möglich, Ihre Arbeit von überall fortzusetzen.

Über die Logos-Plattform

Logos ist eine Bibelsoftware und digitale Bibliothek, die sich hervorragend zum Studium digitaler Texte eignet. Verlinkte Bibelstellen, Duchsuchbarkeit und Synchronisierung auf allen größeren Plattformen sind nur einige der Vorteile. Kostenlose Apps für Windows, Mac, iOS, Android und im Browser verfügbar. Weitere Infos zu Logos...

Bitte beachten Sie, dass die bereits erschienenen Bände zu Deuteronomium 1,1-4,43, Rut und 1 Könige 15-22 nicht im Umfang dieser Sammlung enthalten sind. Nicht inbegriffen sind zudem alle nach Juni 2019 erscheinenden oder erschienenen Bände. Diese werden in Zukunft ggfs. in einer eigenen Sammlung verfügbar gemacht.

  • Das Werk hat fachwissenschaftlichen Standard, aber keinen enzyklopädischen Ehrgeiz. Fachwissenschaftliche Einzeldiskussionen werden nur dann geführt, wenn es für die theologische Interpretation bedeutsam ist. Der Anmerkungsapparat wird auf ein Minimum begrenzt, um die Lesbarkeit des Kommentars und einen überschaubaren Umfang zu gewährleisten.
  • HThKAT legt seinen Schwerpunkt nicht auf die historisch-kritische Analyse oder die Einzelsemantik, sondern auf die Herausarbeitung der Makrostrukturen des Endtextes und dessen theologische (und kanonische) Interpretation. HThKAT will so nicht nur jüdische Auslegungstradition aufgreifen, sondern zugleich der christlichen Praxis in Lehre und Verkündigung entsprechen, in der der kanonische Endtext (nicht seine Vorstufen) als Gotteswort gelesen wird.
  • Da sowohl Makrostrukturen des Endtextes wie die Komplexität seiner theologischen Aussagen in der Regel das Ergebnis seines auch theologisch bedeutsamen Überlieferungsprozesses sind, soll dieser Prozess nicht ausgeblendet werden; er wird allerdings nur insoweit skizziert, als er interpretatorisch fruchtbar gemacht werden kann.
  • Das Kommentarwerk nimmt als hermeneutisch relevante Tatsache ernst, dass das Alte Testament als Heilige Schrift Israels entstand und auch nach der Entstehung des Christentums die Heilige Schrift Israels bleibt. Andererseits muss eine Auslegung im Horizont des Christentums herausarbeiten, dass und wie ein Text Teil des christlichen Bibelkanons ist und insofern in einer bestimmten Beziehung zum Neuen Testament steht. HThKAT will hier pointiert neue Wege gehen.
  • An HThKAT sind seinem christlich-jüdischen Interesse entsprechend jüdische, katholische und evangelische Autorinnen und Autoren beteiligt.
In der Tat entsteht zu Beginn des dritten Jahrtausends eine echte Novität im Bereich der Bibelwissenschaften. Die Edition ist weltweit der erste theologische Bibelkommentar, der nicht nur renommierte katholische und evangelische, sondern auch jüdische Kommentatoren versammelt.

—Rheinischer Merkur

HThKAT soll auch die aktuelle Bibelauslegung in ihrer pluralistischen (katholischen und protestantischen) Theorienvielfalt wiedergeben. Erstmals kommt dabei ein christlicher Bibelkommentar unter maßgeblicher Beteiligung von jüdischen Autoren zustande.

—Die Welt

Der Münsteraner Theologe Erich Zenger hat sich für eine neue Würdigung des Alten Testaments ausgesprochen: Christen und Theologen müssen das Alte Testament neu lesen. Dazu gehöre insbesondere, das Alte Testament auch in dessen ›jüdischer Gestalt‹ wahrzunehmen. Das Alte Testament war zunächst die Bibel Israels, und es ist bis heute die Bibel des lebendigen Judentums.

—KNA

  • Titel: Herders Theologischer Kommentar zum Alten Testament (HThKAT)
  • Verlag: Herder
  • Bände: 39
  • Seiten: 19.220
  • Herausgeber: Erich Zenger †; Ulrich Berges, Christoph Dohmen und Ludger Schwienhorst-Schönberger
  • Erschienen: 2001-2019
  • Sprache: Deutsch

Genesis 1-11

  • Autor: Fischer, Georg
  • Verlag: Herder
  • Erscheinungsdatum: 2018
  • Seiten: 752

Als Eröffnung der Bibel kommt dem Buch Genesis eine äußerst wichtige Funktion zu. Es ist sozusagen ihr „Flaggschiff“ (Thomas L. Brodie) und legt das Fundament für alles Weitere. Die ersten elf Kapitel, oft „Urgeschichte“ benannt, haben eine besondere Rolle. Sie sind wie Notenschlüssel und Vorzeichen in der Musik, die die Interpretation des Folgenden bestimmen und entscheidende Richtlinien dafür vorgeben. Mit ihrer universalen Orientierung erheben sie den Anspruch, grundlegende Aussagen über Gott, Schöpfung, Welt und Menschsein zu treffen. Es sind elementare Erzählungen von Freude und Versagen, von Gewalt und Gehorsam, von Leben und Sterben, oft gepackt in unvergessliche Szenen oder Bilder, wie z.B. den Turmbau zu Babel und die die ganze Erde bedeckende Flut. Ihr Reichtum und ihre Tiefe sind unerschöpflich. Sie wollen vermitteln, dass Alles seine Existenz einem großzügig schenkenden, weise planenden Gott verdankt, der um das Wohl seiner ganzen Schöpfung andauernd sorgend bemüht ist. Anliegen der vorliegenden Kommentierung ist, den Text in seiner überlieferten Form zu verstehen, mit seinen Details und Zusammenhängen. Dabei wird im Dialog mit der überaus reichen Interpretationsgeschichte die Vielfalt der Auslegungen sichtbar und gleichzeitig auch deutlich, welches Verständnis in Einzelfragen und insgesamt zutreffender ist. Im sensiblen Achten auf den biblischen Wortlaut erschließen sich Bedeutung, Kraft und Botschaft von Gen 1–11.

Georg Fischer, geb. 1954 in Feldkirch/Vorarlberg, Jesuit, Priester, Dissertation am Päpstlichen Bibelinstitut in Rom über Ex 3–4, „Jahwe unser Gott“, Habilitation in Graz zu „Das Trostbüchlein. Text, Komposition und Theologie von Jer 30f“, seit 1995 Professor für Altes Testament und Altorientalische Sprachen an der Universität Innsbruck, Verfasser von Jer 1–25 und 26–52 in HThKAT und von vielen weiteren Büchern und Artikeln.

Genesis 37-50

  • Autor: Ebach, Jürgen
  • Verlag: Herder
  • Erscheinungsdatum: 2007
  • Seiten: 732

Die in Genesis 37-50 erzählte Geschichte von Josef und seinen Brüdern ist einer der großen Stoffe der Weltliteratur - zuerst in der Bibel selbst und dann auch in zahlreichen Aufnahmen in Literatur und Kunst. Es ist eine Geschichte von Hass und Versöhnung, von Hunger und Versorgung, von Unterwerfung und Freiheit. Das Hauptaugenmerk dieses Kommentars gilt den biblischen Texten selbst, aber auch die Rezeptionsgeschichte kommt ausführlich zu Wort. Der Kommentar interpretiert die Geschichte in ihrem großen Erzählbogen, zu dem auch die scheinbar aus dem Zusammenhang herausfallenden Kapitel 38 und 49 gehören.

Jürgen Ebach, geb. 1945, 1972 Promotion in Hamburg, 1975 Habilitation in Bochum, 1983-1996 Professor für Biblische Exegese und Theologie an der Universität Paderborn, 1996-2010 Professor für Exegese und Theologie des Alten Testaments und biblische Hermeneutik an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum.

Exodus 1-18

  • Autor: Dohmen, Christoph
  • Verlag: Herder
  • Erscheinungsdatum: 2015
  • Seiten: 440

Das Buch Exodus, das einen Erzählbogen von den Anfängen Israels in Ägypten bis zur Gottesbegegnung am Sinai spannt, steht auf vielfältige Weise im Zentrum der Bibel. In seinem ersten Teil finden sich neben der berühmten Auszugsgeschichte mit dem Pascha die für Israels Gottesverständnis grundlegenden Geschichten von der Berufung des Mose oder dem Manna-Wunder. Der vorliegende Kommentar erschließt den Textsinn dieser Basiserzählungen des Gottesvolkes.

Christoph Dohmen, Professor für Exegese und Hermeneutik des Alten Testaments an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Regensburg, Mitherausgeber der Reihe HThKAT.

Exodus 19-40

  • Autor: Dohmen, Christoph
  • Verlag: Herder
  • Erscheinungsdatum: 2. Aufl. 2012
  • Seiten: 416

Das Buch Exodus steht in vielfältiger Hinsicht im Zentrum der Bibel, enthält es doch die Lebensgrundlage für das „Volk Gottes“. Der im vorliegenden Band kommentierte zweite Teil des Buches Exodus entfaltet in den Erzählungen von Israel am Sinai die für die Bibel - bis ins Neue Testament hinein - bleibend gültigen Themen von Volk Gottes, Bund, Nähe Gottes im sozialen und kultischen Leben, Offenbarung sowie vor allem den Gedanken der Barmherzigkeit Gottes. Gegenwart und Nähe Gottes sind der rote Faden, der sich durch die anscheinend disparaten Stoffe dieser Kapitel zieht und sie zu einer festen Einheit zusammenbindet. Auf das „Verstehen“ dieses inhaltlichen und formalen Zusammenhangs ist der vorliegende Kommentar ausgerichtet. Dies geschieht im ständigen Dialog mit dem jüdischen Verstehen dieser Texte.

Christoph Dohmen, Professor für Exegese und Hermeneutik des Alten Testaments an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Regensburg, Mitherausgeber der Reihe HThKAT.

Levitikus 1-15

  • Autor: Hieke, Thomas
  • Verlag: Herder
  • Erscheinungsdatum: 2014
  • Seiten: 560

Einer der bekanntesten Sätze der Bibel stammt aus dem Buch Levitikus: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“ (Lev 19,18). Weniger vertraut ist die Tatsache, dass nur einige Verse später dieselbe Liebe gegenüber dem Fremden gefordert wird (Lev 19,33-34). Für viele Menschen ist das dritte Buch der Tora des Mose mit seinen Ausführungen zum Opfergottesdienst, den Reinheitsvorschriften und ethischen Forderungen eine terra incognita. Und doch hat Levitikus durch die darin verborgenen Idealvorstellungen von Gott, von den Beziehungen zwischen Gott und Mensch sowie zwischen Mensch und Mensch sowohl Kultur als auch Werte der westlichen Welt weitreichend geprägt. Im Judentum wird es an zehn Schabbaten im Jahr hintereinander in der Synagoge vorgelesen und zahlreiche Vorschriften der Halacha beziehen sich darauf. Im Christentum wird so gut wie nie daraus gelesen oder darüber gepredigt, trotzdem stammen zentrale Aspekte christlicher Theologie aus Konzepten, die ihre Grundlegung in Levitikus erhalten. Für diejenigen, die sich in die innere Logik dieses antiken Buches, das zwei Weltreligionen als „kanonisch“ ansehen, hineindenken wollen, möchte der vorliegende Kommentar Hilfestellungen und neue Lesevorschläge geben. Vieles ist aus bisherigen Kommentierungen zusammengetragen, kritisch gesichtet und bewertet; manches ist neu und wird als Empfehlung für eine so noch nicht unternommene Lektüre unterbreitet.

Thomas Hieke, geb. 1968, Dr. theol., Professor für Altes Testament an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Levitikus 16-27

  • Autor: Hieke, Thomas
  • Verlag: Herder
  • Erscheinungsdatum: 2014
  • Seiten: 624

Einer der bekanntesten Sätze der Bibel stammt aus dem Buch Levitikus: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“ (Lev 19,18). Weniger vertraut ist die Tatsache, dass nur einige Verse später dieselbe Liebe gegenüber dem Fremden gefordert wird (Lev 19,33-34). Für viele Menschen ist das dritte Buch der Tora des Mose mit seinen Ausführungen zum Opfergottesdienst, den Reinheitsvorschriften und ethischen Forderungen eine terra incognita. Und doch hat Levitikus durch die darin verborgenen Idealvorstellungen von Gott, von den Beziehungen zwischen Gott und Mensch sowie zwischen Mensch und Mensch sowohl Kultur als auch Werte der westlichen Welt weitreichend geprägt. Im Judentum wird es an zehn Schabbaten im Jahr hintereinander in der Synagoge vorgelesen und zahlreiche Vorschriften der Halacha beziehen sich darauf. Im Christentum wird so gut wie nie daraus gelesen oder darüber gepredigt, trotzdem stammen zentrale Aspekte christlicher Theologie aus Konzepten, die ihre Grundlegung in Levitikus erhalten. Für diejenigen, die sich in die innere Logik dieses antiken Buches, das zwei Weltreligionen als „kanonisch“ ansehen, hineindenken wollen, möchte der vorliegende Kommentar Hilfestellungen und neue Lesevorschläge geben. Vieles ist aus bisherigen Kommentierungen zusammengetragen, kritisch gesichtet und bewertet; manches ist neu und wird als Empfehlung für eine so noch nicht unternommene Lektüre unterbreitet.

Thomas Hieke, geb. 1968, Dr. theol., Professor für Altes Testament an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Deuteronomium 1-11, Zweiter Teilband: 4,44-11,32

  • Autor: Otto, Eckart
  • Verlag: Herder
  • Erscheinungsdatum: 2012
  • Seiten: 480

Dieser Deuteronomium-Kommentar vereinigt erstmals in der Geschichte der Auslegung des Buches diachrone, an der Entstehung des Textes, und synchrone, an der Interpretation des Endtextes orientierte Auslegung. Der Kommentar zeigt diachron, dass das Buch am Anfang der Literaturgeschichte der Tora der Mosebücher im 7. Jh. v. Chr. steht, und synchron, dass es Schlussstein der Tora der Mosebücher ist. Im Zentrum der Auslegung steht die Interpretation des Dekalogs in Dtn 5 als mosaische Auslegung des Sinaidekalogs im Exodusbuch. Weitere Schwerpunkte sind die rechts- und religionshistorischen Vernetzungen des Buches mit seinem altorientalischen Umfeld.

Eckart Otto, Prof. em. für Altes Testament an der Evang.-Theol. Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Deuteronomium 12-34, Erster Teilband 12,1 - 23,15

  • Autor: Otto, Eckart
  • Verlag: Herder
  • Erscheinungsdatum: 2016
  • Seiten: 744

Dieser Deuteronomium-Kommentar vereinigt erstmals in der Geschichte der Auslegung des Buches diachrone, an der Entstehung des Textes, und synchrone, an der Interpretation des Endtextes orientierte Auslegung. Der Kommentar zeigt diachron, dass das Buch am Anfang der Literaturgeschichte der Tora der Mosebücher im 7. Jahrhundert v. Chr. steht, und synchron, dass es prophetischer Schlussstein der Tora der Mosebücher ist. Im Zentrum der Kommentierung der Kapitel Deuteronomium 12 – 26 steht die Einordnung der Gebote des Deuteronomiums in die biblische und altorientalische Rechts- und Religionsgeschichte. Die Kommentierung des nachexilischen Rahmens in Deuteronomium 27 – 34 zeigt Mose als Erzpropheten, der nach der Katastrophe der Exilszeit die Vollendung der Geschichte mit Gottes Beschneidung der Herzen und seinem apokalyptischen Völkerkampf ankündigt. Nach der überstandenen Katastrophe der Exilszeit mit der Zerstörung des Tempels und vor der Vollendung der Geschichte in der Herzensbeschneidung ruft Mose im Deuteronomium »zwischen den Zeiten« zur gehorsamen Erfüllung der Gebote Gottes auf.

Eckart Otto, Prof. em. für Altes Testament an der Evang.-Theol. Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Deuteronomium 12-34, Zweiter Teilband 23,16-34,12

  • Autor: Otto, Eckart
  • Verlag: Herder
  • Erscheinungsdatum: 2017
  • Seiten: 584

Dieser Kommentar vereinigt erstmals in der Geschichte der Auslegung des Deuteronomiumbuches diachrone und synchrone Auslegung. Diachron wird gezeigt, dass das Buch am Anfang der Literaturgeschichte der Tora der Mosebücher im 7. Jh. v. Chr. steht, und synchron, dass es Schlussstein der Tora der Mosebücher ist. Im Zentrum der Kommentierung der Kapitel 12–26 steht die Einordnung der Gebote des Deuteronomiums in die biblische und altorientalische Rechts- und Religionsgeschichte. Die Kommentierung des nachexilischen Rahmens in Deuteronomium 27–34 zeigt Mose als Erzpropheten, der nach der Katastrophe der Exilszeit die Vollendung der Geschichte ankündigt.

Eckart Otto, Prof. em. für Altes Testament an der Evang.-Theol. Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Richter

  • Autor: Groß, Walter
  • Verlag: Herder
  • Erscheinungsdatum: 2009
  • Seiten: 896

Walter Groß legt den ersten ausführlichen deutschsprachigen wissenschaftlichen Kommentar zum Richterbuch seit fünfzig Jahren vor. Seitdem haben vor allem die Archäologie, aber auch der Verfall der Amphiktyoniehypothese und Zweifel am Deuteronomistischen Geschichtswerk die heutigen Vorstellungen von der vorköniglichen Zeit sehr stark verändert. Der Kommentar stellt die Forschungslage dar. Der Endtext wird als solcher ausgelegt, aber durch seine Vorgeschichte verständlich gemacht. Besonderes Interesse gilt der sprachlichen Form, der Konstruktion der Rollen Gottes und der menschlichen Akteure sowie den theologischen Akzenten.

Walter Groß, geb. 1941, Theologiestudium in Rom an der Gregoriana und am Päpstlichen Bibelinstitut (Lic. Bibl.) sowie in München, 1967 Priesterweihe, 1974 Promotion in München, 1976 Habilitation in München und Privatdozent ebd., 1976-1980 Ordinarius für Altes Testament in Mainz, 1980-2009 Ordinarius für Altes Testament in Tübingen.

1 Könige 1-14

  • Autor: Knauf, Ernst Axel
  • Verlag: Herder
  • Erscheinungsdatum: 2016
  • Seiten: 408

1–2 Könige werden als eigenständiges Buch im Zentrum des Propheten-Kanons gelesen, dessen Anfang (1 Kön 1–14) bereits auf das Ende (2 Kön 17–25) vorausweist. Am Ende haben alle versagt, Könige, Propheten, Volk. Im Zentrum des Buches steht als große Abwesende die Tora, ohne die Israel nicht Israel sein kann, und der am Ende – einstweilen – zerstörte Tempel.

Ernst Axel Knauf, geb. 1953, 1986 Dr. theol. hab., seit 1997 Dozent für Hebräische Bibel, AT und Umwelt an der Universität Bern; Forschungsschwerpunkte: Vordere Propheten als Nevi’im, Arabien und die Bibel von den Ursprüngen bis zur Entstehung des Islam, Geschichte Israels sowie der hebräischen Sprache im zentralsemitischen Kontext.

1 Chronik

  • Autor: Japhet, Sara
  • Verlag: Herder
  • Erscheinungsdatum: 2002
  • Seiten: 472

Die Faszination von Chr besteht darin, dass schriftgelehrte Theologie ihre Vorlagen aufgreift und neugestaltet ("rewritten bible"), um eine Art Grundlagenreflexion jüdischer Existenz zu bieten. Übersetzt von Dafna Mach.

Sara Japhet, 1973 Ph.D. an der Hebrew University, Jerusalem, von 1987 bis zur Emeritierung 2003 Professorin für Bibelwissenschaft ebd.

2 Chronik

  • Autor: Japhet, Sara
  • Verlag: Herder
  • Erscheinungsdatum: 2003
  • Seiten: 528

Die gegen Ende des 4. Jahrhunderts verfassten Chronikbücher sind ein kunstvoll gestaltetes und theologisch reflektiertes Geschichtswerk über die Geschichte Israels vom Beginn menschlicher Existenz an bis hin zum Edikt des Perserkönigs Kyrus. Gegenüber der älteren Geschichtsdarstellung Gen-Kön ist es eine gründliche Neuformulierung der alten Geschichte ("rewritten bible") aus einer neuen Perspektive, die nach Antworten für die Gegenwart sucht. Die Chronikbücher sind auf Grund ihrer literarischen Komplexität keine „leichte“ Lektüre. Gerade deshalb brauchen sie eine Kommentierung, die sowohl ihre literarische Kunst als auch ihr theologisches Konzept herausarbeitet. Beides leistet der Chronik-Kommentar in herausragender Weise. Übersetzt von Dafna Mach.

Sara Japhet, 1973 Ph.D. an der Hebrew University, Jerusalem, von 1987 bis zur Emeritierung 2003 Professorin für Bibelwissenschaft ebd.

Tobit

  • Autor: Schüngel-Straumann, Helen
  • Verlag: Herder
  • Erscheinungsdatum: 2. Aufl. 2005
  • Seiten: 200

Das in griechischer Sprache überlieferte Buch Tobit gehört zu den „ungehobenen Schätzen“ des Alten Testaments. Von der Theologie eher vernachlässigt, war es als spannende Beispielgeschichte über die „Werke der Barmherzigkeit“ in der Alltagsfrömmigkeit von Juden und Christen über die Jahrhunderte hinweg sehr beliebt. Es erzählt die Geschichte einer Familie, die nach dem Untergang des Nordreichs Israel in Assyrien lebt und in einer schweren Glaubensprüfung die Hilfe ihres Gottes erlebt. Sie macht die urbiblische Erfahrung, die im Namen des Haupthelden Tobit programmatisch zusammengefasst ist: „Gott ist gut.“ Konzipiert ist das Buch als romanhafte Lehrschrift für die Juden in der Diaspora, um sie darin zu bestärken, trotz der Bedrohung an der Überlieferung ihrer Väter festzuhalten und zu ihrem Gesetz zu stehen. Der Kommentar arbeitet überzeugend heraus, wie die Tobit-Erzählung für suchende und glaubende Menschen von heute zu einer ergreifenden Zusage der rettenden Nähe Gottes in noch so aussichtsloser Situation werden kann.

Helen Schüngel-Straumann, geb. 1940, Dr. theol., von 1987 bis zur Emeritierung 2001 Professorin für Bibelwissenschaften an der Universität Kassel; Forschungsschwerpunkte: Feministische Bibelauslegung, Biblische Ethik, Theologische Frauenforschung.

Judit

  • Autor: Schmitz, Barbara/Engel, Helmut
  • Verlag: Herder
  • Erscheinungsdatum: 2014
  • Seiten: 432

Im Mittelpunkt des Interesses an der Juditerzählung in Kunst und Literatur steht bis in die jüngste Zeit meist die Tötung des Generals Holofernes in seinem eigenen Zelt durch die schöne Witwe Judit. Demgegenüber entfaltet dieser Kommentar das theologische Profil der fiktionalen Erzählung und erläutert, wie sie auf die Bibel in ihrer griechischen Fassung Bezug nimmt und so die eigene Gegenwart theologisch deutet.

Barbara Schmitz, geb. 1975, Dr. theol., seit 2011 Professorin für Altes Testament und biblisch-orientalische Sprachen an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Würzburg.

Helmut Engel SJ, Prof. em für Einleitung in die Heilige Schrift und Exegese des Alten Testaments an der Phil.-Theol. Hochschule Sankt Georgen Frankfurt a. M.

1 Makkabäer

  • Autor: Tilly, Michael
  • Verlag: Herder
  • Erscheinungsdatum: 2015
  • Seiten: 328

Das 1. Makkabäerbuch schildert den Konflikt zwischen den judäischen Juden und den hellenistischen Herrschern, den heroischen Kampf der drei Makkabäerbrüder Judas, Jonathan und Simon um die Befreiung Judäas von der syrischen Vorherrschaft, und den Aufstieg des hasmonäischen Herrscherhauses. Sein Inhalt reflektiert den misslungenen Umsturzversuch eines prohellenistischen Teils der Jerusalemer Tempelaristokratie und stellt ihn nachträglich als eine allgemeine Religionsverfolgung dar. Der Verfasser des Buches ist vor allem um die legitimierende Begründung der Hasmonäerherrschaft in den herausragenden Verdiensten der frommen und siegreichen Makkabäerbrüder und um deren Verankerung in der biblischen Tradition bemüht. Die vorliegende Auslegung bringt unterschiedliche religionsgeschichtliche, philologische und literaturwissenschaftliche Fragestellungen und Methoden miteinander ins Gespräch, um möglichst viele Bedeutungsaspekte des kommentierten Textes umfassend und präzise zu erhellen.

Michael Tilly, Dr. theol., Professor für Neues Testament und Leiter des Instituts für antikes Judentum und hellenistische Religionsgeschichte an der Eberhard Karls Universität Tübingen; Forschungsschwerpunkte: Neutestamentliche Zeitgeschichte, antike Bibelübersetzungen, Anthropologie und Ethik im antiken Judentum und im frühen Christentum.

Psalmen 51-100

  • Autor: Hossfeld, Frank-Lothar / Zenger, Erich
  • Verlag: Herder
  • Erscheinungsdatum: 3. Aufl. 2007
  • Seiten: 728

Der Band kommentiert die mittleren 50 Psalmen. Darunter sind solche, die in Judentum und Christentum große Bedeutung haben. Alle werden in ihrer individuellen Textgestalt als Dichtung und als Gebet analysiert und ausgelegt. Erstmals in einem Kommentar werden die Einzelpsalmen auch in den Buchzusammenhang eingeordnet, denn der Psalter ist nicht einfach ein Archiv, sondern eine planvoll gestaltete Komposition. Ferner wird die innerbiblische Rezeption der Einzelpsalmen dargestellt sowie erstmals detailliert die Aktualisierung, die die Psalmen in der Septuaginta und im Psalmentargum erhalten haben, beschrieben. Schließlich fasst der Kommentar die bisherige Psalmenforschung zusammen und führt diese in literaturwissenschaftlicher wie in theologischer Hinsicht weiter. Vor allem aber ist es ihm ein Anliegen, die Liebe zum Psalter zu wecken.

Frank-Lothar Hossfeld, geb. 1942 in Metz (Frankreich), Studium der Philosophie und Theologie in Trier, 1966 Priester, 1976 Dr. theol., 1981 Habilitation im Fach Exegese des Alten Testaments, von 1982 bis zur Emeritierung 2009 Professor für Alttestamentliche Wissenschaft an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, 1990-2001 Fachberater für Altes Testament für das LThK (3. Aufl.), seit 2010 Leiter des von der DFG geförderten Projektes „Theologie des Psalters“.

Erich Zenger, 1939-2010, katholischer Theologe und Bibelwissenschaftler, einer der bedeutendsten Alttestamentler unserer Zeit; Studium der Philosophie, Theologie und Orientalistik in Rom, Jerusalem, Heidelberg, Münster und Würzburg, 1964 Priester, 1971 Dr. theol., 1971-1973 Professor für Alttestamentliche Wissenschaft in Eichstätt, 1973-2004 an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster, Gastprofessuren an der Dormitio Abtei in Jerusalem und an der Humboldt-Universität zu Berlin, seit 1976 Mitglied im Gesprächskreis „Juden und Christen“ beim ZdK, Herausgeber von Herders Theologischen Kommentar zum Alten Testament. Forschungsschwerpunkte: jüdisch-christlicher Dialog, Pentateuchforschung, Psalmenforschung.

Psalmen 101-150

  • Autor: Hossfeld, Frank-Lothar / Zenger, Erich
  • Verlag: Herder
  • Erscheinungsdatum: 2008
  • Seiten: 912/li>

Nach dem im Jahr 2000 erschienenen Teilband Psalmen 51-100 (3. Auflage 2007!) folgt nun der Teilband Psalmen 101-150. In ihm finden sich frömmigkeits- und theologiegeschichtlich bedeutsame Psalmen sowie das für das Gesamtverständnis des Psalters entscheidende Schluss-Hallel 146-150. Wie im vorangehenden Teilband, der mittlerweile als Meilenstein der Psalmenforschung gilt und eine breite internationale Rezeption erfahren hat (u.a. Übersetzung ins Englische), wird auch hier wieder das Auslegungsprogramm „Von der Psalmenexegese zur Psalterexegese“ mit eindrucksvoller Kompetenz durchgeführt. Darüber hinaus erhält der Septuagintapsalter besondere Aufmerksamkeit.

Frank-Lothar Hossfeld, geb. 1942 in Metz (Frankreich), Studium der Philosophie und Theologie in Trier, 1966 Priester, 1976 Dr. theol., 1981 Habilitation im Fach Exegese des Alten Testaments, von 1982 bis zur Emeritierung 2009 Professor für Alttestamentliche Wissenschaft an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, 1990-2001 Fachberater für Altes Testament für das LThK (3. Aufl.), seit 2010 Leiter des von der DFG geförderten Projektes „Theologie des Psalters“.

Erich Zenger, 1939-2010, katholischer Theologe und Bibelwissenschaftler, einer der bedeutendsten Alttestamentler unserer Zeit; Studium der Philosophie, Theologie und Orientalistik in Rom, Jerusalem, Heidelberg, Münster und Würzburg, 1964 Priester, 1971 Dr. theol., 1971-1973 Professor für Alttestamentliche Wissenschaft in Eichstätt, 1973-2004 an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster, Gastprofessuren an der Dormitio Abtei in Jerusalem und an der Humboldt-Universität zu Berlin, seit 1976 Mitglied im Gesprächskreis „Juden und Christen“ beim ZdK, Herausgeber von Herders Theologischen Kommentar zum Alten Testament. Forschungsschwerpunkte: jüdisch-christlicher Dialog, Pentateuchforschung, Psalmenforschung.

Kohelet

  • Autor: Schwienhorst-Schönberger, Ludger
  • Verlag: Herder
  • Erscheinungsdatum: 2. Aufl. 2011
  • Seiten: 576

Der vorliegende Kommentar zum Buch Kohelet entwirft im kenntnisreich mit der Forschung geführten Gespräch ein neues Gesamtverständnis dieses so beliebten, aber oft verkannten Buches. Er zeigt, dass Kohelet mit seinen scharfsinnigen Beobachtungen und Reflexionen, mit provokativen Bildern und existenziellen Einsichten nach dem sucht, „was gut für die Menschen ist“. Im Zentrum steht die Frage nach dem Glück des Menschen. Das Buch entwirft eine „Lehre vom guten Leben“. Damit steht es in einer breiten antiken und altorientalischen Tradition. Der Kommentar bestimmt den Ort, den das Buch im eudämonologischen Diskurs der Antike einnimmt. Er zeigt aber auch, dass es weitaus tiefer in der Tradition der Heiligen Schrift verankert ist, als gemeinhin angenommen.

Ludger Schwienhorst-Schönberger, Dr. theol., geb. 1957, Professor für Alttestamentliche Bibelwissenschaft an der Universität Wien; Mitherausgeber von „Herders Theologischer Kommentar zum Alten Testament"; zahlreiche Veröffentlichungen, insbesondere zur alttestamentlichen Rechts- und Weisheitsliteratur, zur Biblischen Theologie und Hermeneutik, zur Väterexegese und zum Verhältnis von Exegese und Spiritualität.

Das Hohelied

  • Autor: Zakovitch, Yair
  • Verlag: Herder
  • Erscheinungsdatum: 2004
  • Seiten: 296

Wegen des „profanen“ Charakters wurde immer wieder die Frage nach dem theologischen Ort der Liebeslyrik des Hohenliedes im Kanon der Heiligen Schriften des Judentums und des Christentums erörtert. Die Tradition hat die Frage über Jahrhunderte hinweg mit der so genannten allegorischen Auslegung beantwortet. Sie zeigt sich im Judentum bis heute darin, dass das Hohelied als Festrolle beim Pessach-Fest gelesen und so die Befreiung Israels als Erweis der Liebe JHWHs zu seinem Volk gedeutet wird. Die neuzeitliche Bibelkritik setzte demgegenüber das so genannte natürliche Verständnis des Hohenliedes durch. Erst in jüngster Zeit gibt es Versuche, die Alternativen „allegorisch"-"natürlich“ zu überwinden. Gerade die im hier vorgelegten Kommentar integrierten poetologischen Interpretationsmethoden bieten die Möglichkeit, die anthropologische und theologische Multiperspektivität dieser erotischen Poesie zur Sprache zu bringen. Übersetzt von Dafna Mach.

Yair Zakovitch, 1978 Ph.D. an der Hebrew University, Jerusalem, von 1994 bis zu seiner Emeritierung 2012 Professor für Bibelwissenschaft ebd.

Jesus Sirach 1-23

  • Autor: Marböck, Johannes
  • Verlag: Herder
  • Erscheinungsdatum: 2010
  • Seiten: 288

Jesus Sirach, das Werk eines schriftgelehrten Weisen aus Jerusalem vom Beginn des 2. Jahrhunderts v. Chr., ist mit 51 Kapiteln die umfangreichste Weisheitsschrift der Bibel. Die wechselvolle und schwierige Geschichte seiner Textüberlieferung ist Zeugnis eines Buches an der Grenze des Kanons. Es spiegelt eine politische und geistige Wende in Palästina. Herausgefordert durch die Begegnung mit der Kultur des Hellenismus sucht der Verfasser Antwort und Orientierung. Seine tiefe Verankerung in der Überlieferung ermöglicht ihm bei aller Zurückhaltung zugleich Offenheit für neue Impulse des Denkens und der Praxis. Die Auslegung folgt dem griechischen Text als erster vollständiger Fassung des Buches.

Johannes Marböck, geb. 1935, Studium der Theologie und Philosophie in Linz, 1959 Priester, Doktoratsstudium am Päpstlichen Bibelinstitut in Rom, anschließend auch in Jerusalem, 1970 Habilitation in Graz, 1970-1976 Professor für Altes Testament in Linz, 1976-2003 Professor für Alttestamentliche Bibelwissenschaft in Graz.

Klagelieder

  • Autor: Berges, Ulrich
  • Verlag: Herder
  • Erscheinungsdatum: 2. Aufl. 2012
  • Seiten: 312

Die geschichtlichen Ereignisse der Zerstörung Jerusalems und des Tempels sowie die Exilierung von Oberschicht und Königsfamilie, die in den Jahren 597-582 durch die babylonische Großmacht unter Führung Nebukadnezzars über Juda und seine Hauptstadt hineinbrachen, sind in ihren Konsequenzen für die Literatur des Alten Testaments nicht hoch genug einzuschätzen.Das Buch der Klagelieder stellt die poetische Verdichtung dieser Leidenszeit dar und nimmt auf nachdrückliche Weise die Perspektive der Opfer, nicht die der Sieger, ein. Es gibt Antwort auf die Frage, wie man in einer Zeit größter Not, die auch und gerade Glaubensnot ist, an JHWH festhalten kann. Dabei zeigt sich, dass sich der Beter nicht an der Klage vorbei, sondern mit Hilfe der Klage zur erneuten Hoffnung durchringt.

Ulrich Berges, geb. 1958, Studium der Theologie und Bibelwissenschaften in Eichstätt, Salzburg, Rom und Jerusalem. Nach Professuren in Lima, Nimwegen (1998-2005) und Münster (2005-2009) lehrt er an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Bonn. Er kommentierte für „Herders Theologischer Kommentar zum Alten Testament“ (HThKAT) das Buch der Klagelieder sowie die Kapitel 40-48 und 49-54 des Jesajabuches und ist Mitherausgeber der Reihe HThKAT.

Jesaja 1-12

  • Autor: Beuken, Willem A.M.
  • Verlag: Herder
  • Erscheinungsdatum: 2003
  • Seiten: 368

In seiner Auslegung dieses theologiegeschichtlich bedeutenden Werkes widmet der Autor besondere Aufmerksamkeit der Position der Einzelpassagen im literarischen Gesamtaufbau des Buches und ihrer sprachlichen Ausgestaltung, ohne jedoch die zeitgeschichtliche Verortung und diachrone Entstehungsgeschichte zu vernachlässigen. Seine Ergebnisse bestechen durch ihre theologische Tiefe, die kreatives Weiterdenken ermöglicht und fördert.Subskriptionspreis für Bezieher der Gesamtreihe: 50,- Euro. Bitte setzen Sie sich mit unserem Kundenservice in Verbindung. Übersetzt von Willem A.M. Beuken, Ulrich Berges.

Willem A. M. Beuken, Professor em. für Altes Testament an der Universität Leuven. Kommentator der Bände Jesaja 1-12, Jesaja 13-27, Jesaja 28-39.

Jesaja 13-27

  • Autor: Beuken, Willem A.M.
  • Verlag: Herder
  • Erscheinungsdatum: 2007
  • Seiten: 432

Dieser zweite Teilband des Jesajakommentars behandelt die in den Kapiteln 13-23 zusammengestellten Gerichtsorakel über die Fremdvölker und das in den Kapiteln 24-27 gezeichnete Zukunftsbild vom Zion als dem Ort der universalen Königsherrschaft JHWHs. Der Kommentar ist ein exzellentes Beispiel der Neuorientierung der Jesajaforschung, die nicht nur die Einzelabschnitte interpretiert, sondern zugleich die übergreifenden kompositionellen Linien herausarbeitet und theologisch deutet.

Willem A. M. Beuken, Professor em. für Altes Testament an der Universität Leuven. Kommentator der Bände Jesaja 1-12, Jesaja 13-27, Jesaja 28-39.

Jesaja 28-39

  • Autor: Beuken, Willem A.M.
  • Verlag: Herder
  • Erscheinungsdatum: 2010
  • Seiten: 496

Der dritte Teilband des Jesajakommentars behandelt die Überlieferungen über das Wirken des Propheten Jesaja in den letzten Jahren des Königs Hiskija (705-700 v. Chr.). Jes 28-35 bieten Gerichts- und Heilsworte des Propheten über Juda und Jerusalem. Jes 36-39 erzählen die kriegerische Bedrohung Jerusalems durch die Assyrer und dessen exemplarische wunderbare Errettung.

Willem A. M. Beuken, Professor em. für Altes Testament an der Universität Leuven. Kommentator der Bände Jesaja 1-12, Jesaja 13-27, Jesaja 28-39.

Jesaja 40-48

  • Autor: Berges, Ulrich
  • Verlag: Herder
  • Erscheinungsdatum: 2008
  • Seiten: 560

Die Kapitel 40-48 bilden den ersten Teil der so genannten deuterojesajanischen Schrift Jes 40-55. Sie zählen zu den großartigsten poetischen Texten der Hebräischen Bibel, die auch von der christlichen Liturgie der Advents- und Fastenzeit vielfältig aufgenommen werden. Ausgangspunkt ist der Untergang des neubabylonischen Reiches. Diese Erfahrung größter weltgeschichtlicher Umbrüche findet ihren Niederschlag im „Oratorium der Hoffnung“ von Jes 40-55, das den angekündigten Weg von Babel zum Zion als literarisches Drama inszeniert. Dieser Kommentar bedeutet einen forschungsgeschichtlichen Meilenstein. Die Hypothese eines einzelnen biographischen Verfassers ist zugunsten eines prophetischen Autorenkollektivs aufgegeben.

Ulrich Berges, geb. 1958, Studium der Theologie und Bibelwissenschaften in Eichstätt, Salzburg, Rom und Jerusalem. Nach Professuren in Lima, Nimwegen (1998-2005) und Münster (2005-2009) lehrt er an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Bonn. Er kommentierte für „Herders Theologischer Kommentar zum Alten Testament“ (HThKAT) das Buch der Klagelieder sowie die Kapitel 40-48 und 49-54 des Jesajabuches und ist Mitherausgeber der Reihe HThKAT.

Jesaja 49-54

  • Autor: Berges, Ulrich
  • Verlag: Herder
  • Erscheinungsdatum: 1953
  • Seiten: 400

In den Kapiteln 49-54 des Jesajabuches wechseln sich stetig Zionspassagen und Gottesknechtstexte ab. Die noch weithin akzeptierte individuelle Deutung des Gottesknechts ist in diesem Kommentar konsequent durch eine kollektive ersetzt, was nicht zuletzt zu einer Neubestimmung der Teilkomposition Jes 49-54 führt. In Jes 49 präsentiert sich der Gottesknecht als Zeuge, Bote und Verkünder JHWHs, dessen Botschaft aber in Zion auf größte Skepsis stößt. Der Knecht scheint mit seiner Trostbotschaft zu scheitern (Jes 50), und die Anfeindungen gegen ihn verdichten sich bis zur Todeserfahrung (Jes 53). Demgegenüber verheißt JHWH, für den Erfolg seines Knechts zu sorgen und Zion in Pracht aufzurichten (Jes 54). Mit der erstmaligen Nennung der „Knechte“ im Schlussvers von Jes 54 enden diese Kapitel.

Ulrich Berges, geb. 1958, Studium der Theologie und Bibelwissenschaften in Eichstätt, Salzburg, Rom und Jerusalem. Nach Professuren in Lima, Nimwegen (1998-2005) und Münster (2005-2009) lehrt er an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Bonn. Er kommentierte für „Herders Theologischer Kommentar zum Alten Testament“ (HThKAT) das Buch der Klagelieder sowie die Kapitel 40-48 und 49-54 des Jesajabuches und ist Mitherausgeber der Reihe HThKAT.

Jeremia 1-25

  • Autor: Fischer, Georg
  • Verlag: Herder
  • Erscheinungsdatum: 2005
  • Seiten: 768

Erster deutschsprachiger Jeremia-Kommentar seit 1947! Dieser auf 2 Bände an­gelegte Kommentar (der zweite Band wird 2006 erscheinen) ist in der nicht gerade umfang­reichen Reihe wissenschaftlicher deutscher Jeremia-Kommentare - die beiden letzten erschienen 1901 (Duhm) und 1947 (Rudolph) - ein Er­eignis von besonderer Bedeutung: Erst­mals wird hier der eindrucksvolle Versuch unternommen, auf der Grund­lage subtiler Textbeobachtungen die großen Linien des Jere­mia-Buchs herauszuarbeiten und dessen bleibende Aktualität im Horizont der biblischen Überlieferungen theologisch zu würdigen.

Georg Fischer, geb. 1954 in Feldkirch/Vorarlberg, Jesuit, Priester, Dissertation am Päpstlichen Bibelinstitut in Rom über Ex 3–4, „Jahwe unser Gott“, Habilitation in Graz zu „Das Trostbüchlein. Text, Komposition und Theologie von Jer 30f“, seit 1995 Professor für Altes Testament und Altorientalische Sprachen an der Universität Innsbruck, Verfasser von Jer 1–25 und 26–52 in HThKAT und von vielen weiteren Büchern und Artikeln.

Jeremia 26-52

  • Autor: Fischer, Georg
  • Verlag: Herder
  • Erscheinungsdatum: 2005
  • Seiten: 752

Das Buch Jeremia entzieht sich aufgrund seiner Länge, Komplexität, sprachlichen Eigenart und scheinbaren Unordnung in der Komposition einem leichten Verstehen. Die ausführliche Einleitung des Kommentars geht diesen Problemen auf den Grund und legt neue Fundamente für die Auslegung der Jeremia-Texte. Die prophetische Gestalt des Jeremia wird hier zur Deutefigur der leidenschaftlichen, zugleich schmerz- und trostvollen Beziehung zwischen JHWH und seinem Volk Israel auf der Bühne der Weltgeschichte.Der vorliegende Kommentar ist in der nicht gerade umfangreichen Reihe wissenschaftlicher deutscher Jeremia-Kommentare - die beiden letzten erschienen 1901 (Duhm) und 1947 (Rudolph) - ein Ereignis von besonderer Bedeutung: Erstmals wird hier der eindrucksvolle Versuch unternommen, auf der Grundlage subtiler Textbeobachtungen die großen Linien des Jeremia-Buchs herauszuarbeiten und dessen bleibende Aktualität im Horizont der biblischen Überlieferungen theologisch zu würdigen.

Georg Fischer, geb. 1954 in Feldkirch/Vorarlberg, Jesuit, Priester, Dissertation am Päpstlichen Bibelinstitut in Rom über Ex 3–4, „Jahwe unser Gott“, Habilitation in Graz zu „Das Trostbüchlein. Text, Komposition und Theologie von Jer 30f“, seit 1995 Professor für Altes Testament und Altorientalische Sprachen an der Universität Innsbruck, Verfasser von Jer 1–25 und 26–52 in HThKAT und von vielen weiteren Büchern und Artikeln.

Ezechiel 1-20

  • Autor: Greenberg, Moshe
  • Verlag: Herder
  • Erscheinungsdatum: 2001
  • Seiten: 448

Der Ezechielkommentar von Moshe Greenberg ist ein vorzügliches Beispiel für eine Ezechielexegese, die ihren Schwerpunkt auf die Interpretation des Endtextes legt. Sein Kommentar ist zugleich Paradigma für die Verbindung von jüdischer Auslegungstradition mit historisch-kritischer Exegese. Greenbergs Vorgehen ist von dem konsequenten Bemühen bestimmt, das Ezechielbuch als zusammenhängende Prophetie im zeit- und theologiegeschichtlichen Kontext des 6. Jahrhunderts und vor dem Hintergrund der altorientalischen Sprach- und Bildwelt auszulegen. Besondere Forschungsrelevanz besitzt dieser Kommentar dadurch, dass hier ein herausragender Kenner der hebräischen Sprache die Facetten des Urtextes erschließt und dabei die großen mittelalterlichen Kommentare des Judentums heranzieht. Übersetzt von Michael Konkel.

Moshe Greenberg (1928-2010), Studium der Bibelwissenschaften und Assyriologie an der University of Pennsylvania, 1954 Dr. theol., zudem Studium der Judaica am Jewish Theological Seminary of America, Ordination zum Rabbiner, 1964-1970 Professor für Bibelwissenschaften und Judaica an der University of Pennsylvania, seit 1970-1996 Professor für Jüdische Studien an der Hebräischen Universität Jerusalem, Gastprofessuren in den USA, Herausgeber der Encyclopaedia Judaica.

Ezechiel 21-37

  • Autor: Greenberg, Moshe
  • Verlag: Herder
  • Erscheinungsdatum: 2005
  • Seiten: 488

Der Ezechielkommentar von Moshe Greenberg ist ein vorzügliches Beispiel für eine Ezechielexegese, die ihren Schwerpunkt auf die Interpretation des Endtextes legt. Sein Kommentar ist zugleich Paradigma für die Verbindung von jüdischer Auslegungstradition mit historisch-kritischer Exegese. Greenbergs Vorgehen ist von dem konsequenten Bemühen bestimmt, das Ezechielbuch als zusammenhängende Prophetie im zeit- und theologiegeschichtlichen Kontext des 6. Jahrhunderts und vor dem Hintergrund der altorientalischen Sprach- und Bildwelt auszulegen. Besondere Forschungsrelevanz besitzt dieser Kommentar dadurch, dass hier ein herausragender Kenner der hebräischen Sprache die Facetten des Urtextes erschließt und dabei die großen mittelalterlichen Kommentare des Judentums heranzieht. Übersetzt von Dafna Mach.

Moshe Greenberg (1928-2010), Studium der Bibelwissenschaften und Assyriologie an der University of Pennsylvania, 1954 Dr. theol., zudem Studium der Judaica am Jewish Theological Seminary of America, Ordination zum Rabbiner, 1964-1970 Professor für Bibelwissenschaften und Judaica an der University of Pennsylvania, seit 1970-1996 Professor für Jüdische Studien an der Hebräischen Universität Jerusalem, Gastprofessuren in den USA, Herausgeber der Encyclopaedia Judaica.

Habakuk/Obadja

  • Autor: Fabry, Heinz-Josef
  • Verlag: Herder
  • Erscheinungsdatum: 2018
  • Seiten: 432

Der Kommentar zum Buch des Habakuk zeigt den Jerusalemer Propheten als Eiferer für Gerechtigkeit, ungestümen Dränger gegen soziale Ausbeutung und Imperialismus und vor allem als exemplarischen Beter, der seinem Gott, der ihm nicht zuhören will, nachgeht und ihm Erhörung abtrotzt. Die kurze Schrift des Propheten Obadja ist eine Philippika gegen Hochmut und Selbstüberschätzung und hat mit dem Habakukbuch gemeinsam, dass es jede Form von Gewaltanwendung dem Menschen untersagt und Gott allein das Gewaltmonopol zuspricht.

Heinz-Josef Fabry, geb. 1944, Studium der katholischen Theologie, Orientalistik und Pädagogik in Bonn, 1975 Dr. theol., 1979 Habilitation in Alttestamentlicher Wissenschaft und Qumranwissenschaft, von 1982 bis zu seiner Emeritierung 2011 Professor für Einleitung in das Alte Testament und Geschichte Israels in Bonn, Herausgeber des Theologischen Wörterbuchs zum Alten Testament (10 Bände, 1981-2016) sowie (zusammen mit Ulrich Dahmen) des Theologischen Wörterbuchs zu den Qumrantexten (3 Bände, 2011-2016).

Jona

  • Autor: Weimar, Peter
  • Verlag: Herder
  • Erscheinungsdatum: 2017
  • Seiten: 480

Die Geschichte des merkwürdigen Propheten Jona ist eine der schönsten, aber auch der schwierigsten Erzählungen der Bibel. Unter Einbeziehung von synchronen und diachronen Aspekten werden in detaillierter Analyse das Profil und die Theologie dieses Buches erschlossen. Wichtige Aspekte sind seine Positionierung und Entstehung innerhalb des Zwölfprophetenbuches. Die von der Jonaerzählung ausgehende Faszination hat ihren Grund nicht zuletzt in der tiefgründigen Erfahrung eines Menschen, dem sich das Bild Gottes bis zur Unkenntlichkeit verdunkelt. Seine tiefe Lebenskrise gründet in der Entdeckung, dass Gottes »Barmherzigkeit« und »Reue« selbst dem gottfeindlichen Ninive gilt. Das ist für Jona umso herausfordernder, als Israel so das allein ihm zukommende und als solches bekannte Vorrecht genommen wird.

Peter Weimar, geb. 1942, 1976–2007 Professor für Altes Testament an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, seit 2007 emeritiert.

Micha

  • Autor: Kessler, Rainer
  • Verlag: Herder
  • Erscheinungsdatum: 2. Aufl. 2000
  • Seiten: 320

Das biblische Buch Micha geht auf den Propheten Micha von Moreschet (8. Jh. v. Chr.) zurück, erhielt seine Endgestalt aber vielleicht erst im 3. Jh. v. Chr. Es bildet in der hebräischen Bibel die Mitte des Zwölfprophetenbuches, dieses Kompendiums der israelitischen Schriftprophetie. In Micha laufen Linien zusammen, die von Hosea und Amos mit ihrer Kritik an Samaria ausgehen. Von Micha gehen Linien aus, die bis ans Ende des Zwölfprophetenbuches reichen. Micha enthält scharfe sozialkritische Passagen, aber auch die bekannte Weissagung von der Völkerwallfahrt zum Zion. Für die christliche Wirkungsgeschichte wurde die Prophetie vom kommenden Herrscher aus Betlehem bedeutend. Ziel des vorliegenden Kommentars ist es, Micha als das Herzstück des Zwölfprophetenbuches in seiner Ganzheit zu erfassen.

Rainer Kessler, geb. 1944, Studium der evangelischen Theologie in Mainz, Hamburg und Heidelberg, Pfarrer der evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, 1972 Dr. theol. in Heidelberg, 1991 Habilitation für das Fach Altes Testament in Bethel, von 1993 bis zu seiner Emeritierung 2010 Professor für Altes Testament in Marburg. Arbeitsschwerpunkte: Prophetenschriften, Sozialgeschichte des Alten Israel, Ethik des Alten Testaments.

Nahum

  • Autor: Fabry, Heinz-Josef
  • Verlag: Herder
  • Erscheinungsdatum: 2006
  • Seiten: 232

Das 7. Buch des Dodekapropheton wird mit dem sonst unbekannten Propheten Nahum ("der Tröster") in Verbindung gebracht, der wohl als Beamter am Hofe Manasses tätig war. Das gelegentlich als „schwierige, geröllartige Textanhäufung“ diskriminierte Buch stellt höchste Anforderung an Kommentator und Leser. Das alles beherrschende Thema ist die Grausamkeit der Assyrer und ihr von Gott angedrohtes Ende, in dem sich der alles überragende Heilswille des Gottes Israels für sein Volk zeigt.

Heinz-Josef Fabry, geb. 1944, Studium der katholischen Theologie, Orientalistik und Pädagogik in Bonn, 1975 Dr. theol., 1979 Habilitation in Alttestamentlicher Wissenschaft und Qumranwissenschaft, von 1982 bis zu seiner Emeritierung 2011 Professor für Einleitung in das Alte Testament und Geschichte Israels in Bonn, Herausgeber des Theologischen Wörterbuchs zum Alten Testament (10 Bände, 1981-2016) sowie (zusammen mit Ulrich Dahmen) des Theologischen Wörterbuchs zu den Qumrantexten (3 Bände, 2011-2016).

Zefanja

  • Autor: Irsigler, Hubert
  • Verlag: Herder
  • Erscheinungsdatum: 2002
  • Seiten: 440

Das Zefanjabuch mit seinen drei Kapiteln ist ein kleines Kompendium der Prophetie Israels. Das Buch Zefanja enthält Texte, die vom 7. bis zum 4./3. Jh. v. Chr. datieren. Es ist besonders für die Ausbildung der Eschatologie (vgl. den Hymnus „Dies irae, dies illa“, aber auch die Heilshoffnung für die Völkerwelt) und einer Theologie der Armen wichtig geworden.

Hubert Irsigler, geb. 1945, 1976 Promotion zum Dr. theol. und 1983 Habilitation an der Ludwig-Maximilians-Universität München, 1986-1998 Ordentlicher Professor für Alttestamentliche Wissenschaften an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, 1998-2011 Ordentlicher Professor für Alttestamentliche Literatur und Exegese an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau. Arbeitsschwerpunkte: Propheten, Psalmen und Weisheitsliteratur des Alten Testaments sowie exegetische Methodologie und Althebraistik.

Haggai

  • Autor: Leuenberger, Martin
  • Verlag: Herder
  • Erscheinungsdatum: 2015
  • Seiten: 264

Der Kommentar bietet die bislang ausführlichste deutschsprachige Kommentierung des kleinen Haggaibuches, das in der religions- und theologiegeschichtlich zentralen Umbruchsphase des 5. Jh.v.Chr. beheimatet ist. Es wird auf dem neuesten Stand der internationalen Forschung ausgelegt, indem die literargeschichtliche Entstehung im Horizont des Zwölfprophetenbuches nachgezeichnet und die profilierte Tempeltheologie erschlossen wird.

Martin Leuenberger, geb. 1973, Dr. theol., 1993-2000 Studium der Evangelischen Theologie in Zürich und Tübingen, 2004 Ordination zum Verbi Divini Minister (VDM) der Reformierten Landeskirche des Kantons Zürich, 2008-12 Professor für Altes Testament an der Universität Münster, seit 2012 Professor für Altes Testament an der Universität Tübingen.

Sacharja 1-8

  • Autor: Lux, Rüdiger
  • Verlag: Herder
  • Erscheinungsdatum: 2019
  • Seiten: 304

Sacharja 1-8 lässt einen Propheten aus der Zeit der Anfänge des Zweiten Tempels zu Wort kommen. Zentrales theologisches Thema und zugleich unabdingbare Voraussetzung für den Neuanfang nach dem Exil ist die Rückkehr JHWHs nach Jerusalem und zum Zion. Sie wird in einem Zyklus von acht Nachtgesichten entfaltet. Dabei entsteht vor den Augen des Propheten und seiner Leser eine mental map, eine Neuvermessung der Welt mit Jerusalem und seinem Tempel als Zentrum künftigen Heils.

Rüdiger Lux, geb. 1947, studierte Ev. Theologie in Halle und Greifswald. 1974 Ordination, Gemeinde- und Studentenpfarrer in Cottbus und Halle; 1985 Dozent und Professor für Altes Testament an der Kirchlichen Hochschule in Naumburg, 1995 bis zur Emeritierung 2012 an der Universität Leipzig.

Maleachi

  • Autor: Kessler, Rainer
  • Verlag: Herder
  • Erscheinungsdatum: 2011
  • Seiten: 328

Maleachi, das letzte Buch im Kanon der Schriftpropheten, geht aus von der Zusage der unverbrüchlichen Liebe Gottes zu Israel und übt scharfe Kritik an Priestern und Laien, wobei kultische und ethische Anliegen aufs engste verknüpft sind. Das Buch mündet in die Ankündigung einer künftigen Reinigung der Priesterschaft, den Aufruf zur Umkehr und die Androhung der Vernichtung der Gewalttäter, so dass am Ende über den Gerechten die „Sonne der Gerechtigkeit“ aufgehen wird. Dieses Motiv zusammen mit der in den Schlussversen zu findenden Ankündigung, dass vor dem Tag des Herrn der Prophet Elija kommen und das Werk der Versöhnung einleiten wird, haben in jüdischer und christlicher Rezeption breite Aufnahme gefunden.Der Kommentar versteht Maleachi als einheitliche Dichtung, die den großen Bogen von der Liebe Gottes zum Endgericht mit den Schwierigkeiten des Alltags in der persischen Provinz Juda verbindet.

Rainer Kessler, geb. 1944, Studium der evangelischen Theologie in Mainz, Hamburg und Heidelberg, Pfarrer der evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, 1972 Dr. theol. in Heidelberg, 1991 Habilitation für das Fach Altes Testament in Bethel, von 1993 bis zu seiner Emeritierung 2010 Professor für Altes Testament in Marburg. Arbeitsschwerpunkte: Prophetenschriften, Sozialgeschichte des Alten Israel, Ethik des Alten Testaments.

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