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Biblische Gestalten (29 Bde.)
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Übersicht

Die Bibel ist weniger eine Sammlung von religiösen Sach­themen als eine »Menschenchronik«: Geschichten der Menschen mit Gott. Wie die Menschen mit Gott leben, oft genug aber auch ohne ihn oder gar gegen ihn, zeigt sich an den berühmtesten biblischen Gestalten beispielhaft.

Die einzelnen Bände dieser außergewöhnlichen Reihe verbindet eine gemeinsame Struktur. Nach einer Einführung widmet sich der Hauptteil der Darstellung der jeweiligen Person auf der Grundlage der gegenwärtigen exegetischen Forschung. Ein Schlusskapitel deutet in ausgewählten Beispielen die Wirkungen, die von den biblischen Gestalten auf Judentum, Christentum und Islam auf Kunst und Literatur ausgingen.

Die Reihe Biblische Gestalten ist auch in kleineren Sammlungen verfügbar. Hier finden Sie eine Auflistung!

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Wichtigste Merkmale

  • Allgemein verständliche, doch exegetisch tief gehende Portraits vieler biblischer Personen.
  • Jeder Band behandelt neben der Auslegungsgeschichte auch die Wirkungsgeschichte der jeweiligen Person.
  • Zu den Autoren gehören namhafte Exegeten wie Jens Schröter, Klaus Haacker, Georg Fischer oder Beat Weber.

Produktdetails

  • Titel: Biblische Gestalten (29 Bde.)
  • Verlag: Evangelische Verlagsanstalt
  • Bände: 29
  • Seiten: 7929
  • Herausgeber: Christfried Böttrich und Rüdiger Lux
  • Erschienen: 2001-2015
  • Sprache: Deutsch

Enthaltene Bände

Band 1: Josef. Der Auserwählte unter seinen Brüdern

  • Autor: Rüdiger Lux
  • Verlag: Evangelische Verlagsanstalt
  • Erscheinungsdatum: 2. Auflage 2014 (2001)
  • Seiten: 312

An Selbstbewußtsein fehlte es ihm nicht, dem Siebzehnjährigen, der davon träumte, dass sich selbst Sonne, Mond und Sterne vor ihm zur Erde warfen: geliebt von seinem Vater, gehasst von den Brüdern; verraten und verkauft nach Ägypten und doch schon wieder auf dem Weg nach oben; geschätzt von Potiphar, seinem Herrn, heiß begehrt und ins Unglück gestürzt von seiner Herrin; ein Habenichts aus Kanaan, vom Pharao zu höchsten Ehren erhoben; ein Mann, den das Glück auch im Unglück nicht verließ.

Das Buch geht der literarischen Biographie Josefs in der Bibel Israels nach. Es stellt die Frage, wie sich das Leben von Josef und seinen Brüdern zur Geschichte verhält, welchem Autor wir dieses Meisterwerk der hebräischen Erzählkunst verdanken und für welche Leser es geschrieben wurde. Ein eigenes Kapitel verfolgt exemplarisch die Wirkungsgeschichte Josefs in Judentum, Christentum und Islam sowie in Kunst und Literatur.

Rüdiger Lux, Jahrgang 1947, ist Professor für Altes Testament an der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig.

Band 2: Petrus. Fischer, Fels und Funktionär

  • Autor: Christfried Böttrich
  • Verlag: Evangelische Verlagsanstalt
  • Erscheinungsdatum: Nachauflage 2013 (2001)
  • Seiten: 288

"Simon, der Sohn des Johannes, erhält von Jesus den Beinamen Petrus (Stein). Petrus, der Fischer vom See Gennesaret und Anhänger Jesu, der Bekenner und Draufgänger, der Leugner am Karfreitag und Zeuge am Ostermorgen, der Organisator und Missionar, der Vermittler und Märtyrer:

Das Neue Testament zeichnet ein ausgesprochen facettenreiches Bild dieses Mannes. War er das Fundament für den Bau der Kirche - oder der schwankende Charakter, der von Paulus in die Schranken gewiesen werden musste? War er in der frühen Christenheit Polarisierungs- oder Integrationsfigur?

Das Buch versucht, den Lebensweg des Simon Petrus anhand der überlieferten Texte nachzuzeichnen. Dabei geht es auch um die Frage, inwiefern die verschiedenen Petrusbilder Konturen eines „Petrusdienstes“ oder einer „Petrusfunktion“ erkennen lassen, die für die Kirche unserer Tage exemplarischen Charakter gewinnen könnten. Aus der verkündigenden Darstellung seiner Lebensgeschichte tritt Petrus als Individuum und Typos hervor, an dem Grundfragen christlicher Existenz sichtbar werden."

Christfried Böttrich, Jahrgang 1959, ist Professor für Neues Testament an der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig.

Band 3: Noah. Die Geschichte eines Überlebenden

  • Autor: Jürgen Ebach
  • Verlag: Evangelische Verlagsanstalt
  • Erscheinungsdatum: 2. Auflage 2015 (2001)
  • Seiten: 250

Noah ist der Erbauer der "Arche", in der er zusammen mit seiner engsten Familie und vielen Tieren als Repräsentanten aller Gattungen die "Sintflut" überlebt. Mit Noah beginnt die Geschichte der Menschheit neu. Noahs Geschichte erzählt von der größten aller Katastrophen, und sie erzählt zugleich vom Überleben und Leben.

In ihr verbinden sich die Motive des Untergangs mit Symbolen des Lebens wie der Arche als Schutzraum, der Taube mit dem Ölzweig als Friedensbild und dem Regenbogen als Zeichen des Bundes und als Unterpfand der Welterhaltung. Katastrophe und Rettung werden in der biblischen Erzählung zu einem Thema - und es ist derselbe Gott, mit dem sich beides verbindet. So wird die Noahgechichte auch zur bedrängenden Frage an Gott selbst.

Band 4: Maria. Mutter Jesu und erwählte Jungfrau

  • Autor: Jürgen Becker
  • Verlag: Evangelische Verlagsanstalt
  • Erscheinungsdatum: Nachauflage 2013 (2001)
  • Seiten: 319

"Bei einem Gang durch das Urchristentum lässt der Autor die historische Gestalt der Maria und die Marienbilder lebendig werden. Die Leserinnen und Leser erhalten durch das verständlich und anschaulich geschriebene Buch umfassende Informationen über Entwicklung und Wandel des Marienbildes in den ersten zwei Jahrhunderten. Ebenso interessant sind die Ausblicke auf die Wirkungs - und Rezeptionsgeschichte. Sie zeigen, wie in der Frühzeit des Christentums die Grundlagen für die weitere Entwicklung der Mariologie und der Frömmigkeitsgeschichte gelegt wurden. Darüber hinaus werden die vielfältigen Einflüsse der Marienbilder auf Kunst und Dichtung dargestellt.

Ein kleiner Abschnitt informiert auch über das islamische Marienbild. Mit einer Skizze zur gegenwärtigen ökumenischen Situation schließt der Band."

Band 5: Herodes. König der Juden, Freund der Römer

  • Autor: Manuel Vogel
  • Verlag: Evangelische Verlagsanstalt
  • Erscheinungsdatum: 2002
  • Seiten: 376

"Herodes, der Kindermörder von Betlehem, ist im Neuen Testament eine Randfigur. Er ist in die Geschichte eingegangen als Protagonist des Bösen, der in blinder Wut ein Massaker an unschuldigen Kindern verübt. Bei den Kirchenvätern und in der christlichen Kunst des Mittelalters erhielt dieses düstere Bild, das bis heute bestimmend ist, weitere Konturen.

Als historische Persönlichkeit ist Herodes heute dagegen weitgehend unbekannt, und das, obwohl wir über kaum einen antiken Herrscher so gut informiert sind wie über ihn: Er war einer der bedeutensten Herrscher der frühen römischen Kaiserzeit, der mit Größen wie Marcus Antonius, Kleopatra und Augustus verkehrte, zu den genialsten Bauherren der Antike zählte und eine Herrscherdynastie begründete, die die Geschichte der neutestamentlichen Zeit entscheidend geprägt hat. Diese Buch unternimmt eine Annäherung an Herodes auf Grund der vorhandenen Quellen und zeigt den historischen Hintergrund des neutestamentlichen Herodes-Bildes auf."

Manuel Vogel, Dr. theol., Jahrgang 1964, ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut Judaicum Delitzschianum der Universität Münster.

Band 6: Johannes der Täufer. Jüdischer Prophet und Wegbereiter Jesu

  • Autor: Ulrich B. Müller
  • Verlag: Evangelische Verlagsanstalt
  • Erscheinungsdatum: 2. Auflage 2013 (2002)
  • Seiten: 232

Im Neuen Testament begegnet uns am Anfang der Evangelien Johannes der Täufer als eine jüdische Gestalt, die in enger Beziehung zu Jesus steht.

Die Evangelien sagen über diesen jüdischen Buß- und Gerichtspropheten nur wenig aus; gleichwohl ist seine Bedeutung für den historischen Jesus und seine Verkündigung groß: Jesus ließ sich von ihm taufen. Die christliche Taufe geht auf die Johannestaufe zurück. Die christliche Kirche bemächtigte sich des ursprünglich jüdischen Propheten und machte ihn zu einem Heiligen. Christliche Kunst und Literatur schufen ein besonderes Täuferbild, das der Autor interessant darzustellen weiß. So musste der Bußprediger in Legende und moderner Literatur gar mit der verführerischen Frauengestalt der Salome konkurrieren.

Historisch und biblisch fundiert, versteht es der Autor, ein überaus lebendiges Bild dieser interessanten biblischen Gestalt zu zeichnen, von der so wenig überliefert ist. Ein höchst informatives Werk für Theologen und interessierte Laien.

Ulrich B. Müller, Jahrgang 1938, ist Professor für Neues Testament im Fachbereich Evangelische Theologie der Universität Saarbrücken. Er veröffentlichte Bücher und Aufsätze zu neutestamentlichen Schriften, besonders zu Christologie und Apokalyptik des Urchristentums.

Band 7: Saul. Schuld, Reue und Tragik eines "Gesalbten"

  • Autor: Georg Hentschel
  • Verlag: Evangelische Verlagsanstalt
  • Erscheinungsdatum: 2003
  • Seiten: 200

"Wer die biblischen Erzählungen über Saul aufmerksam liest, wird einem Wechselbad der Gefühle unterworfen. Eben noch hat man den neu erwählten König bejubelt, doch schon wenige Tage später äußert Samuel, der ""große alte Prophet"", harte und unerbittliche Kritik an dem von ihm gesalbten Herrscher. Von da an gilt Saul als der verworfene König, der dem jungen, strahlenden David weichen muss.

Diese kenntnisreiche Einführung in die alttestamentliche Überlieferung hilft dem Leser, den Saul zu entdecken, der nach Argwohn und Zorn schließlich zur Reue bereit ist. Er anerkennt schließlich Davids Größe und akzeptiert tapfer sein eigenes Schicksal.

Der neue Band der Reihe ""Biblische Gestalten"" ist eine interessante Lektüre über eine tragische und facettenreiche Gestalt der Bibel und liefert dem interessierten Laien wichtige Fakten und Hintergründe für das Verständnis alttestamentlicher Schriften. "

Georg Hentschel, Dr. theol., Jahrgang 1941, ist seit 1991 Ordentlicher Professor für die Exegese und Theologie des Alten Testaments an der Theologischen Fakultät der Universität Erfurt.

Band 8: Salomo. Von der Weisheit eines Frauenliebhabers

  • Autor: Andreas Kunz-Lübcke
  • Verlag: Evangelische Verlagsanstalt
  • Erscheinungsdatum: 2004
  • Seiten: 312

Der Bibel gilt Salomo als der glanzvollste König in der Geschichte Israels. Fremde Herrscher und Völker lagen ihm zu Füßen, er häufte unermessliche Reichtümer auf, seine Bauten waren legendär. Die Wissenschaft indes spricht eine andere Sprache. Keine außerbiblische Quelle erwähnt ihn und auf keines seiner Bauwerke sind die Archäologen je gestoßen. Und selbst das biblische Bild ist spannungsvoll. Einerseits ist Salomo ein grandioser Politiker, ein weiser Staatsmann und ein mit allen Wassern gewaschener Volkswirt des Altertums. Anderseits hat er sein Herz nicht Gott allein verschrieben. Er, der die Frauen über alles liebte, scheiterte am Ende vor seinem Gott. Und mit ihm scheitert die Idee von einem geeinten Israel, dass sich glanzvoll über seine Nachbarn erhebt.

Im Mittelpunkt dieses aufschlussreichen Buches steht nicht die Suche nach einer "tatsächlichen" Salomogeschichte, sondern die Darstellung der Salomobilder, wie sie in der Literatur Israels begegnen und wie sie im Judentum und im Islam aufgenommen und verstanden worden sind.

Andreas Kunz-Lübcke, Dr. theol., Jahrgang 1964, studierte Evangelische Theologie an der Kirchlichen Hochschule Naumburg und rabbinische Literatur an der Hebräischen Universität Jerusalem. Im Jahr 2000 habilitierte er sich mit der demnächst erscheinenden Studie "Die Frauen und der König David. Studien zur Figuration von Frauen in den Daviderzählungen".

Band 9: Paulus. Gott neu denken

  • Autor: Eckart Reinmuth
  • Verlag: Evangelische Verlagsanstalt
  • Erscheinungsdatum: 2004
  • Seiten: 264

Unbestritten gehört der Apostel Paulus zu den interessantesten Figuren des Neuen Testaments. Seine Briefe geben Anstöße, eröffnen Perspektiven und werfen Fragen auf, die nichts von ihrer Aktualität eingebüßt haben. Im Gegenteil – es gilt, diesen Texten neu auf die Spur zu kommen. Sie sind die einzigartigen Zeugnisse eines Denkprozesses, in dem der Gott Israels und aller Welt in der Geschichte Jesu Christi neu verstanden wird.

Dieser zentrale Band aus der bekannten Reihe Biblische Gestalten enthält Informationen zur Biographie und zum Selbstverständnis des Apostels sowie einen Abriss seiner kaum überschaubaren Wirkungsgeschichte; er bietet einen an ausgewählten Texten reflektierten Zugang zum Zentrum dieser Briefe. Dabei wird deutlich, welche Herausforderung das in seiner Konsequenz und Tiefe beispiellose Denken des Paulus heute bedeutet.

Eckart Reinmuth, Dr.theol., Jahrgang 1951, ist Professor für Neues Testament an der Theologischen Fakultät der Universität Rostock. Zu seinen Hauptforschungsgebieten zählt die antik-jüdische Literatur.

Band 10: Judas Iskariot. Einer von uns

  • Autor: Martin Meiser
  • Verlag: Evangelische Verlagsanstalt
  • Erscheinungsdatum: 2004
  • Seiten: 200

"Judas Iskariot hat sich durch eine einzige Tat tief in das kollektive Gedächtnis der Christenheit und der abendländischen Kultur eingegraben. Er ist zum Inbegriff geworden für Verrat und Treulosigkeit, für Habgier und Falschheit. Judas, das ist der andere – und zugleich ein Teil von mir, die Gefahr von außen – und zugleich das, wozu ich selbst fähig bin.

Der Band stellt Judas in den Zusammenhang dessen, was wir historisch über Jesus von Nazareth und seinen Jüngerkreis wissen können, und zeichnet dann die Geschichte der Deutung der Judasgestalt bis zum heutigen Tag nach, die bereits bei den neutestamentlichen Texten beginnt und auch problematische antijüdische Züge enthält."

Martin Meiser, Jahrgang 1957, ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Mainz.

Band 11: Rut. Miteinander auf dem Weg

  • Autor: Jutta Hausmann
  • Verlag: Evangelische Verlagsanstalt
  • Erscheinungsdatum: 2005
  • Seiten: 168

"Die Gestalt der Rut ist im Alten Testament sehr vielfarbig gezeichnet. Die Facetten dieser Frauengestalt reichen von der einfachen Moabiterin bis zur Vorbotin des Messias, von einer neuen Erzmutter bis zur Toraauslegerin und manches andere mehr.

Vieles hat heute eine ganz neue Aktualität bekommen: die Fragen der Migration, der Wechsel in andere Kulturen, das sich wandelnde Verhältnis zwischen den Geschlechtern oder auch die (mangelnde) Solidarität zwischen Reich und Arm.

Die Beschäftigung mit Rut wird die Probleme unserer Welt nicht lösen können, aber das eindrücklich geschriebene Buch birgt viele interessante Aspekte und wertvolle Anregungen für den Umgang der Menschen miteinander. Es zeigt wieder einmal: Die Bibel ist ein aktuelles Buch mit modernen Themen."

Jutta Hausmann, Dr. theol., Jahrgang 1951 ist Professorin für Altes Testament an der Evangelisch-Lutherischen Theologischen Universität Budapest.

Band 12: Barnabas. Der Mann in der Mitte

  • Autor: Markus Öhler
  • Verlag: Evangelische Verlagsanstalt
  • Erscheinungsdatum: 2005
  • Seiten: 280

Der Apostel Barnabas gehört zu den großen Personen der Geschichte des frühen Christentums. Er war in der Gemeinde von Jerusalem ebenso verankert wie in Antiochia. Barnabas war einer der ersten, die die Verkündigung des Evangeliums unter den Heiden gezielt betrieben und auf Missionsreise gingen. Zugleich spielte er für den Ausgleich zwischen Judenchristen und Heidenchristen eine entscheidende Rolle. Das alles ist aber weitgehend unbekannt, denn seine theologische und kulturelle Vermittlungsposition führte dazu, dass er im Schatten von Paulus und Petrus stand.

Dieser neue Band in der Reihe »Biblische Gestalten« hilft, den Sponsor der Urgemeinde, den Gemeindeleiter von Antiochia und unermüdlichen Missionar in ein helles Licht zu rücken und die Spuren aufzeigen, die er im Gedächtnis der Christenheit hinterlassen hat.

Markus Öhler, Dr. theol., Jahrgang 1967, ist ao. Univ.-Prof. für Neues Testament an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf der Geschichte des frühen Christentums und der exegetischen Hermeneutik.

Band 13: Elia. Ein feuriger Kämpfer für Gott

  • Autor: Rainer Albertz
  • Verlag: Evangelische Verlagsanstalt
  • Erscheinungsdatum: 4. Auflage 2015 (2006)
  • Seiten: 232

"Nur sechs Kapitel des Alten Testaments berichten vom Propheten Elia, dennoch stieg er im frühen Juden- und Christentum zum wichtigsten aller Propheten auf. Neben dem Gesetzgeber Mose repräsentiert er nunmehr die gesamte Prophetie Israels. Das Buch untersucht die Gründe für diese beispiellose Wirkungsgeschichte und zeichnet deren Stadien im Einzelnen nach.

Die Erwartung, dass der Prophet, den Gott zu sich entrückte, am Ende der Zeiten noch einmal wiederkommen würde, hatte auf Johannes den Täufer und auch auf Jesus von Nazareth einen prägenden Einfluss. So ist von Elia im Neuen Testament häufiger die Rede, als von allen anderen Propheten. Die Faszination, die von diesem Propheten ausgeht, zog bis heute Maler, Musiker und Schriftsteller wie Lukas Cranach, Felix Mendelssohn Bartholdy und Paulo Coelho in ihren Bann."

Rainer Albertz, Dr. theol., Jahrgang 1943, ist Professor für Altes Testament an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

Band 14: David. Der Herrscher mit der Harfe

  • Autor: Walter Dietrich
  • Verlag: Evangelische Verlagsanstalt
  • Erscheinungsdatum: 2. Aufl. 2016 (2006)
  • Seiten: 384

Seit 3000 Jahren unvergessen: David – Hirte und Musiker, Krieger und Herrscher, Liebhaber und Liederdichter, Kämpfer und Beter, der Siegende, Leidende, Sterbende und Wiederkehrende.

Der neue Band aus der Reihe »Biblische Gestalten« handelt von den Quellen, die über David berichten, von der Zeit, in der er lebte und die er mitgestaltete, und von den Wirkungen, die er in Literatur, Musik, und darstellender Kunst auslöste. So entsteht ein facetten- und farbenreiches Bild des David, der in der europäischen Religions-, Kultur- und Geistesgeschichte in ganz außerordentlicher Weise präsent und wirksam ist.

Walter Dietrich, Dr. theol., Jahrgang 1944, ist Ordinarius für Altes Testament an der Universität Bern. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der frühen israelitischen Königszeit, der Prophetie und der Ethik des Alten Testaments. Walter Dietrich erhielt von Klausenburg und Helsinki die Ehrendoktorwürde.

Band 15: Jesus von Nazaret. Jude aus Galiläa - Retter der Welt

  • Autor: Jens Schröter
  • Verlag: Evangelische Verlagsanstalt
  • Erscheinungsdatum: 2006
  • Seiten: 384

"Jesus von Nazaret ist die zentrale Figur des Neuen Testaments und der christlichen Bibel überhaupt. Was hat es auf sich mit dem jüdischen Wanderprediger, der zum Zentrum einer Weltreligion wurde? Worin liegt seine Faszination, die seit jeher Menschen in ihren Bann zieht und zur Nachfolge inspiriert?

Das Buch macht sich auf die Spurensuche nach Jesus, dem Juden aus Galiläa. In den Blick kommen die Begegnungen Jesu mit Menschen seiner Zeit, seine Verkündigung und sein Tod sowie der Glaube an seine Auferstehung und die Wirkungen, die von ihm ausgegangen sind. Es ist ein Weg vom Juden aus Galiläa zum Retter der Welt."

Jens Schröter, Dr. theol., Jahrgang 1961, ist Professor für Exegese und Theologie des Neuen Testaments an der Universität Leipzig. Seine Forschungsschwerpunkte sind die kanonische und außerkanonische Jesusüberlieferung, die Geschichte des frühen Christentums und die Theologie des Neuen Testaments.

Band 16: Der Lieblingsjünger. Das Geheimnis um Johannes

  • Autor: Wolfgang Fenske
  • Verlag: Evangelische Verlagsanstalt
  • Erscheinungsdatum: 2007
  • Seiten: 280

Wer ist der geheimnisvolle Lieblingsjünger, von dem im Johannes-Evangelium wiederholt gesprochen wird? In den letzten 200 Jahren wurden zahlreiche Vorschläge zur Lüftung der Identität vorgeschlagen. Für unsere Zeit überraschend schlägt der Verfasser vor, dass es sich bei dem Lieblingsjünger um den Apostel Johannes, handeln könnte. Dieser wird auch das Evangelium geschrieben haben. Mit seinem besonderen Stil greift er die Aussagen unterschiedlicher Strömungen der Gemeinde auf, um sie zusammenzuführen.

Der Autor, Dr. Wolfgang Fenske, geboren 1956 in Blumenau/Brasilien, promovierte und habilitierte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Dort ist er Privatdozent und Pfarrer i. E. in Nauheim.

Band 17: Jakob. Wie Gott auf krummen Linien gerade schreibt

  • Autor: Renate A. Klein
  • Verlag: Evangelische Verlagsanstalt
  • Erscheinungsdatum: 2007
  • Seiten: 224

"Die Bibel erzählt von Jakob, Muttersöhnchen und Gottesstreiter, Flüchtling und Betrüger, Liebhaber und Familienvater. Er ist kein Heiliger und doch ist gerade er Israel – einer, der nicht das perfekte Vorbild ist, sondern einer wie du und ich, der sich aber gerade darum für jeden als Identifikationsfigur anbietet.

Als literarische Gestalt betrachtet wird der Werdegang Jakobs zu Israel anhand der biblischen Erzählung nachgezeichnet. Mit kurzen Seitenblicken auf die Frage nach der Historizität dieser Gestalt und auf ihre weit gefächerte Wirkung wird Jakob als einer dargestellt, der mitten im Leben steht und das, was das Leben ihm bietet, zu meistern versucht."

Renate Andrea Klein, Jahrgang 1969, Promotion 2002 in Hamburg, lebt in Sibiu/Rumänien und ist zur Zeit als Lektorin für Altes Testament am Departement Evangelische Theologie der Lucian-Blaga-Universität Sibiu tätig.

Band 18: Samuel. Priester und Richter, Königsmacher und Prophet

  • Autor: Rainer Kessler
  • Verlag: Evangelische Verlagsanstalt
  • Erscheinungsdatum: 2008
  • Seiten: 272

Vor rund 3000 Jahren entsteht im alten Israel ein Staat mit den ersten Königen Saul und David. Beide werden nach der biblischen Überlieferung von Samuel gesalbt. Dieser Samuel steht im Mittelpunkt des neuen Bandes aus der Reihe „Biblische Gestalten“. Die hebräische Bibel erzählt uns sein Leben in einem weiten Bogen, der von seiner Geburt bis zu seiner Erscheinung aus der Unterwelt nach seinem Tod reicht. Dabei wird uns Samuel als eine der vielschichtigsten Gestalten des Alten Testaments vorgestellt: Er ist zugleich Priester und Richter, Königsmacher und Prophet. Wegen seiner Rolle bei der Staatswerdung reicht seine Wirkung bis in die Staatstheorien der Neuzeit, die sich in ihrer Argumentation für Monarchie und Aristokratie, Republik und Absolutismus auf ihn berufen.

Rainer Kessler, Jahrgang 1944, studierte Theologie in Mainz, Hamburg und Heidelberg, war Pfarrer in Hessen und Nassau, wurde 1991 an der Kirchlichen Hochschule Bethel habilitiert und ist seit 1993 Professor für Altes Testament in Marburg.

Band 19: Timotheus und Titus. Unterwegs für Paulus

  • Autor: Hermann von Lips
  • Verlag: Evangelische Verlagsanstalt
  • Erscheinungsdatum: 3. Aufl. 2016 (2010)
  • Seiten: 240

"Paulus gilt als der Heidenmissionar im Urchristentum schlechthin. Aber Paulus war kein Einzelkämpfer. Er hatte eine Vielzahl von Mitarbeitern, von denen die bedeutendsten Timotheus und Titus waren. In diesem Buch wird dargestellt, wie ihre Tätigkeit und Verantwortung aussah: Im Auftrag des Paulus haben sie von Paulus gegründete Gemeinden besucht – haben Briefe überbracht, in Streitigkeiten vermittelt und in Vollmacht des Paulus Weisungen weitergegeben.

Drei Briefe aus der Zeit nach Paulus sind diesen beiden Personen gewidmet (zwei Briefe an Timotheus, einer an Titus) und drücken damit die Bedeutung aus, die sie für die weitere Überlieferung der paulinischen Verkündigung gespielt haben. Die Nachwirkung der beiden ist aber noch umfangreicher: ihre Tätigkeit (als Bischöfe in Ephesus und auf Kreta) wird in Legenden dargestellt, sie wirken in literarischen Werken nach, ihre sterblichen Überreste (Reliquien) haben z.T. eine dramatische Geschichte und bis heute Bedeutung (Termoli/Italien und Kreta), als Heiligen und Patronen werden ihnen noch heute Kirchen gewidmet."

Herrmann von Lips, em. Prof. für Neues Testament, Jahrgang 1942, hatte zuletzt eine Professur an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg inne. Neben den Themen »Amt und Gemeinde« und »Weisheitliche Traditionen im Neuen Testament« bilden die Pastoralbriefe einen seiner Forschungsschwerpunkte.

Band 20: Lydia und Berenike. Zwei selbständige Frauen bei Lukas

  • Autor: Eva Ebel
  • Verlag: Evangelische Verlagsanstalt
  • Erscheinungsdatum: 3. Auflage 2012
  • Seiten: 208

In Philippi trifft Paulus die gottesfürchtige Purpurhändlerin Lydia. Die jüdische Königin Berenike wird Zeugin einer großen Rede des Apostels während seiner Gefangenschaft in Caesarea maritima. So unterschiedlich die Lebensgeschichte und die gesellschaftliche Stellung der beiden Frauen sind, so gegensätzlich ist ihre Reaktion auf die neue Lehre: Lydia lässt sich taufen; Berenike bleibt von den Worten des christlichen Missionars unbeeindruckt.

Der Blick auf den lukanischen Bericht und außerbiblische literarische und epigraphische Quellen erhellt die unterschiedliche Lebenswelt beider Frauen und macht ihre unterschiedliche Haltung zur Botschaft des Evangeliums deutlich.

Band 21: Daniel. Traumdeuter und Endzeitprophet

  • Autor: Matthias Albani
  • Verlag: Evangelische Verlagsanstalt
  • Erscheinungsdatum: 2010
  • Seiten: 320

"Daniel ist eine der bekanntesten Gestalten der Bibel, ein unerschütterlicher Glaubensheld, der sich an heidnischen Königshöfen trotz aller Anfechtung treu zu seinem Gott bekennt. Durch Weisheit und die göttliche Gabe der Traumdeutung gilt der standhafte Märtyrer seit jeher als Vorbild des Glaubens.

Die literarische Besonderheit des Buches liegt in der Beschreibung der apokalyptischen Visionen des Propheten, in denen sich eine für heutige Leser oft rätselhafte und bizarre Gedanken- und Bilderwelt auftut. »Daniel – Traumdeuter und Endzeitprophet« gibt eine allgemeinverständliche Einführung in die theologische und literarische Eigenart des biblischen Danielbuches, wobei besonders die religionsgeschichtlichen Hintergründe der biblischen Texte beleuchtet werden."

Band 22: Jesaja. Der Prophet und das Buch

  • Autor: Ulrich Berges
  • Verlag: Evangelische Verlagsanstalt
  • Erscheinungsdatum: 2. Auflage 2014 (2010)
  • Seiten: 256

"Ulrich Berges gibt eine anschauliche Einführung in das Jesaja-Buch und nähert sich behutsam der Person eines der bedeutendsten Propheten des Alten Testaments und seiner Zeit.

Jesaja ben Amoz, der Jerusalemer Prophet aus dem letzten Drittel des 8. Jahrhunderts v. Chr., gehört zu den größten Gestalten der biblischen Literatur und ihrer Wirkungsgeschichte. Doch wer zum Propheten will, der ist zuerst auf das Buch verwiesen, das seinen Namen trägt: Yesha’yahu = JHWH rettet.

Dieser Name ist Titel und Programm zugleich, denn von nichts Wichtigerem handelt dieses prophetische Buch als vom Rettungswillen und von der Rettungsmacht des Gottes Israels. Durch alle Tiefen der Geschichte hindurch, von der Zeit der assyrischen Bedrohung (8. und 7. Jahrhundert v. Chr.) über die babylonische Gefangenschaft (597–539 v. Chr.) bis hin zur Restauration und Rückkehr unter persischer Herrschaft (539–333 v. Chr.), steht Gott zu seinem Volk."

Ulrich Berges, Dr. theol., Jahrgang 1958, studierte katholische Theologie und Bibelwissenschaften in Salzburg, Rom und Jerusalem. Nach seiner Promotion 1988 übernahm er von 1989 bis 1994 eine Lehrtätigkeit in Lima (Peru). Nach der Habilitation zum Jesajabuch 1998 hatte er Professuren an der Universität Nimwegen und an der Universität Münster inne. Seit 2009 ist er Professor für Altes Testament an der Universität Bonn.

Band 23: Maria aus Magdala. Die Jüngerin, die Jesus liebte

  • Autor: Silke Petersen
  • Verlag: Evangelische Verlagsanstalt
  • Erscheinungsdatum: 2011
  • Seiten: 296

"Maria aus Magdala, auch Magdalena genannt, ist im Laufe der Geschichte in sehr unterschiedlicher Weise dargestellt worden. Im Neuen Testament begegnet sie zunächst als Nachfolgerin Jesu und als Zeugin von Kreuzigung, Grablegung und Auferstehung. In apokryph gewordenen Schriften des frühen ­Christentums ist sie Lieblingsjüngerin Jesu und empfängt von ihm besondere Offenbarungen. In späterer Zeit wurde sie mit der salbenden Sünderin aus dem Lukasevangelium identifiziert und schließlich zum Inbegriff der reuigen Sünderin und Büßerin. In neuester Zeit mehren sich Spekulationen, sie sei die Geliebte oder Ehefrau Jesu gewesen.

Das Buch geht den Verwandlungen der Magdalenengestalt durch die Zeiten nach, stellt aber auch die Rückfrage nach der historischen Maria aus dem galiläischen Ort Magdala und ihrer Rolle in der Jesusbewegung und als Zeugin der Osterereignisse."

Silke Petersen, Dr. theol., Jahrgang 1965, ist Privatdozentin für Neues Testament am Fachbereich Evangelische Theologie der Universität Hamburg. Arbeitsschwerpunkte: Johannesevangelium, apokryphe Texte des frühen Christentums, feministische Exegese und Genderforschung.

Band 24: Mose. Der Mann, der zum Buch wurde

  • Autor: Christoph Dohmen
  • Verlag: Evangelische Verlagsanstalt
  • Erscheinungsdatum: 2013, 2. Auflage
  • Seiten: 288

"Die Gestalt des Mose ist eng mit dem Glauben an den einen und einzigen Gott verbunden, weshalb ihm eine besondere Stellung in Judentum, Christentum und Islam zukommt.

Was wir von dieser großen Gestalt wissen, deren Bedeutung nicht auf die Religion beschränkt bleibt, sondern auch für Recht und Ethik kaum zu überschätzen ist, wissen wir aber nur aus den Büchern der Bibel, die von ihm handeln und ihm zugeschrieben werden. Diese »Mose-Bücher« geben sich selbst als Mitteilung Gottes zu verstehen, die Mose empfangen und weitergegeben hat. Was sich schon in den Texten der Bibel zeigt, wird von den Spuren, die Mose in der abendländischen Kultur hinterlassen hat, bestätigt: Das Besondere der göttlichen Offenbarung ist am Offenbarungsmittler »abzulesen«. In ihm begegnet uns nicht eine Person ferner Vergangenheit, sondern das bleibende Wort Heiliger Schrift, und Mose ist in einzigartiger Weise zu diesem Wort geworden."

Christoph Dohmen, Dr. theol., Jahrgang 1957, ist Professor für Exegese und Hermeneutik des Alten Testaments an der Fakultät für Katholische Theologie der Universität Regensburg und Mitglied der Päpstlichen Bibelkommission. Er hatte Gastprofessuren in Jerusalem und Rom inne, seine Arbeitsschwerpunkte sind Biblische Hermeneutik, Pentateuch-Forschung sowie Fragen zu Bibel und Kunst.

Band 25: Hiob. Im Räderwerk des Bösen

  • Autor: Rüdiger Lux
  • Verlag: Evangelische Verlagsanstalt
  • Erscheinungsdatum: 2. Auflage 2013
  • Seiten: 320

"Hiob, der leidende Gerechte, wurde in der Weltliteratur zum Symbol für das Rätsel des Bösen. Literaten, Theologen und Philosophen haben sich von dieser Gestalt immer wieder anregen lassen und nach Antworten gesucht. Diese sind so zahlreich wie die Leser des Buches.

Jedoch bleibt jede hinter dem, was Hiob erdulden musste, hinter seiner Klage, seiner Anklage und seinem Schweigen zurück. Eine Antwort auf das Theodizee­problem gibt es nicht.

Einfühlsam, klug und in feiner Sprachform sagt Rüdiger Lux, warum. Weil Hiob mehr ist als ein Problem! Er ist ein unschuldig leidender Mensch, einer, der paradigmatisch für die Leiden seines Volkes Israel in der Geschichte sowie die Leiden aller Menschen steht. Mit ihm rühren der Glaube und das Denken an ihre Grenze, an Gott."

Rüdiger Lux, Dr. theol., Jahrgang 1947, studierte Evangelische Theologie in Halle/Saale und in Greifswald. Er war Gemeinde- und Studentenpfarrer in Cottbus und Halle/Saale sowie nach seiner Promotion (1977) und seiner Habilitation (1992) Dozent für Altes Testament an der Kirchlichen Hochschule in Naumburg. Seit 1995 ist er Professor für Exegese und Theologie des Alten Testaments an der Universität Leipzig. Er ist zusammen mit dem Neutestamentler Christfried Böttrich Initiator und Herausgeber der angesehenen Reihe »Biblische Gestalten«.

Band 26: Esra. Der Lehrer Israels

  • Autor: Thomas Willi
  • Verlag: Evangelische Verlagsanstalt
  • Erscheinungsdatum: 2012
  • Seiten: 272

"Gestalt und Gestaltung verbinden sich im Falle des biblischen Esra aufs Engste. Als Lehrer Israels prägt er die Weise, wie sich das jüdische Volk nach seinem Vorbild zum Volk des göttlichen Wortes, der lebendigen Tora, entwickelte.

Über Esra informieren die biblischen Kapitel Esra 7 bis 10 und Nehemia 8. Eine sorgfältige Übertragung des hebräisch-aramäischen Texts leitet über zur Darstellung. Eingestreute Exkurse eröffnen den Blick in die Umwelt des Alten und Neuen Testaments. Die Wirkungsgeschichte konzentriert sich auf das apokalyptische und rabbinische Judentum und auf Beda als großen Ausleger des Mittelalters.

In dem »Doppelbuch« Esra-Nehemia tritt Esra als Gegengewicht zu dem solitär handelnden Nehemia auf. Die Frage nach dem Verhältnis dieser beiden, die Historiker seit langem irritiert, findet eine überraschende Lösung, wenn man die Tatsache ernst nimmt, dass nicht nur die geschilderten Personen, sondern auch das Buch selbst seine Geschichte hat."

Thomas Willi, Dr. theol., Jahrgang 1942, studierte Theologie und altorientalische Sprachen in Basel, Paris und Göttingen und war von 1994 an bis zu seiner Emeritierung 2007 Professor für Altes Testament und Judentumskunde an der Universität Greifswald und von 2004 bis 2007 geschäftsführender Direktor des Gustaf-Dalman-Instituts an der dortigen Theologischen Fakultät. Schwerpunkte seiner Arbeit bilden die persische Epoche der Geschichte Israels, die christliche Hebraistik seit der Renaissance mit ihren jüdischen Quellen sowie eine in der Begegnung mit dem Judentum verwurzelte biblische Theologie.

Band 27: Jona. Der widerspenstige Prophet und der gnädige Gott

  • Autor: Beat Weber
  • Verlag: Evangelische Verlagsanstalt
  • Erscheinungsdatum: 2. Aufl. 2016 (2012)
  • Seiten: 192

"Wer hat nicht schon vom Mann, den ein Fisch verschlang und wieder ausspie, gehört? Das Werk, das seinen Namen trägt, gehört zur Weltliteratur. Die Rede ist von »Jona«. So heißt eine Gestalt im Alten Testament.

Den gleichen Namen trägt die Schrift, die von ihm, aber noch mehr von Gottes Tun und Lassen handelt. Sie ist Teil des Buches »Zwölfpropheten« (Kleine Propheten). Allerdings enthält das Buch Jona keine Prophetien außer einer einzigen ganz kurzen wie folgenreichen in der Stadt Ninive. Die Botschaft wird vielmehr als Prophetenerzählung, in die ein Psalm eingebettet ist, vermittelt. Der HERR, der Gott Israels und der Gott der ganzen Welt, zeigt sich darin »beweglich«: Er kann aus Mitleid umkehren und Gnade statt Gericht walten lassen."

Beat Weber, Dr. theol., Jahrgang 1955, ist Pfarrer in der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Linden (Emmental/Schweiz), zudem Notfallseelsorger und Dozent für das Alte Testament am Theologischen Seminar Bienenberg (Liestal/Schweiz). Ab 2017 wird er in Basel wohnen und freiberuflich tätig sein. Die Psalmen sind sein Hauptarbeitsgebiet. Für sein »Werkbuch Psalmen III. Theologie und Spiritualität des Psalters und seiner Psalmen« wurde ihm 2011 der Johann-Tobias-Beck-Preis verliehen.

Band 28: Stephanus. Verleumdet, verehrt, verkannt

  • Autor: Klaus Haacker
  • Verlag: Evangelische Verlagsanstalt
  • Erscheinungsdatum: 2014
  • Seiten: 256

"Der Bericht vom Schicksal des Stephanus nimmt in der Apostelgeschichte breiten Raum ein. Sein Tod markiert eine Zäsur in der Geschichte des Urchristentums: von anfänglicher Beliebtheit im Volk hin zu Kriminalisierung und Vertreibung. Als erster Märtyrer wurde Stephanus für die christliche Frömmigkeit zum Heiligen, zum Fürsprecher bei Gott, dem Wunder zugeschrieben wurden. Das ließ ihn auch zum Patron vieler Kirchen und zum Thema der kirchlichen Kunst werden. Häufig diente er als Vorbild für das Christsein in einer feindlichen Umgebung.

Problematisch ist eine neuzeitliche Auslegungstradition, die das Opfer zum Täter umdeutet und Stephanus selbst die Schuld an seinem gewaltsamen Tod zuschreibt. Haacker unterstreicht demgegenüber die psychologische und ­historische Plausibilität des lukanischen Berichts von der Rolle der ›falschen Zeugen‹.

Insgesamt ist ein Band entstanden, der die Dramatik der biblischen Stephanusgeschichte herausarbeitet und prägnante Beispiele ihrer Wirkungsgeschichte bis ins 20. Jahrhundert Revue passieren lässt.a"

Klaus Haacker, Dr. theol., Prof. em., lehrte von 1974 bis 2007 an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal. Er war u. a. von 1977 bis 2007 Herausgeber der Theologischen Beiträge und von 1998 bis 2010 Vorsitzender des interkonfessionellen Rhein-Main-Exegetentreffens. Seine Publikationen befassen sich vor allem mit Jesus, Paulus und der Apostelgeschichte sowie dem Verhältnis von Christentum und Judentum. Seit 2011 lebt Haacker in Berlin und nimmt dort u. a. Lehraufträge an der Humboldt-Universität wahr.

Band 29: Jeremia. Prophet über Völker und Königreiche

  • Autor: Georg Fischer
  • Verlag: Evangelische Verlagsanstalt
  • Erscheinungsdatum: 2015
  • Seiten: 304

"Der Prophet Jeremia ist insofern einzigartig, als er von Gott Verantwortung für »Völker und Königreiche« übertragen bekommt. Diese universale Sendung spiegelt ein neues Verständnis Gottes wider und verdeutlicht damit zugleich ein verändertes Rollenverständnis für Prophetie im Alten Testament. Das Jeremiabuch fasst dabei Aspekte früherer großer Gestalten wie Mose, Amos, Hosea, Micha usw. in der Person des Propheten Jeremia zusammen.

Von seinem Leben erfahren wir so viel wie sonst von keinem der Propheten. Es ist vor allem ein Leidensweg, der äußerlich in Verfolgung und Todesgefahr gipfelt. Aber schlimmer noch sind die Einsamkeit des Propheten und der Schmerz über die Zurückweisung Gottes durch das Volk, die Jeremia innerlich zerreißen. Das nach ihm benannte Buch gibt aber auch Zeugnis von neuem Heil, das mitten aus dem Untergang aufblüht. Das wird gleich in der ersten Vision angedeutet, in der ein Mandelzweig Gottes Wachsamkeit über seinem Wort symbolisiert."

Georg Fischer SJ, Dr. theol., Jahrgang 1954, trat 1972 in den Jesuitenorden ein und studierte in München, Innsbruck und Rom Philosophie und Theologie. 1981 wurde er zum Priester geweiht, ab 1985 gab er Bibelunterricht in vielen Ländern auf verschiedenen Kontinenten, seit 1995 ist er Ordinarius für Alttestamentliche Bibelwissenschaften und Orientalische Sprachen in Innsbruck. Fischer ist Autor zahlreicher Bücher und Artikel.