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Die Septuaginta ist die alte jüdische Übersetzung des Alten Testaments ins Griechische. Sie wurde im 1./2. Jahrhundert zur Bibel des Urchristentums, während das Judentum sie im Laufe des 2. Jahrhunderts durch Neuübersetzungen ersetzte.

Die Septuaginta-Ausgabe von Alfred Rahlfs, die der vorliegende elektronischen Version zugrunde liegt, ist seit vielen Jahren die weltweit anerkannte Handausgabe für das Studium des griechischen Alten Testaments. In der revidierten Neuausgabe von Robert Hanhart von 2006 ist der griechische Bibeltext an mehreren Hundert Stellen nach neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen korrigiert.

Die Septuaginta enthält einige Bücher, die in modernen Bibelausgaben nicht zu finden sind, selbst wenn diese die apokryphen/deuterokanonischen Schriften des Alten Testaments enthalten. Diese Bücher, die zu den so genannten Pseudepigraphen gezählt werden, sind nur in einem Teil der Septuaginta-Handschriften bezeugt:

• 3. und 4. Makkabäer-Buch

• Oden (eine liturgischen Zwecken dienende Zusammenstellung von nicht im Psalter enthaltenen alt- und neutestamentlichen Psalmen)

• Psalmen Salomos (Sammlung von 18, Salomo zugeschriebenen Liedern, die nur griechisch und syrisch überliefert sind)

Eine weitere Besonderheit der Septuaginta ist, dass die Bücher Esra und Nehemia in einem Buch (Esdras II) zusammengefasst sind, während das Buch Esdras I inhaltlich mit dem 3. Esra-Buch aus der Vulgata übereinstimmt.